Das weltweit größte Wasserstoffvorkommen wurde gerade entdeckt

Geschrieben von Rikki Jürgensen

Foto: Wiki Commons
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Das weltweit größte Wasserstoffvorkommen wurde gerade entdeckt.

Das weltweit größte Wasserstoffvorkommen wurde in den unterirdischen Minen von Folschviller in Moselle, Frankreich, entdeckt. Ursprünglich im Fokus der Methanforschung, stieß dieses Projekt namens Regalor, geleitet von der Universität Lothringen, dem CNRS und dem französischen Energieunternehmen, unerwartet auf ein umfangreiches Reservoir von sogenanntem "weißem Wasserstoff".

Diese Form von Wasserstoff gilt als potenzielle zukünftige Alternative zu fossilen Brennstoffen.

Laut dem französischen Medium Clubic.com liegt das Reservoir in einer Tiefe von 3.000 Metern und enthält mehrere hundert Millionen Tonnen Wasserstoff, was etwa der Hälfte der weltweiten Wasserstoffproduktion entspricht. Weißer Wasserstoff, oder natürlicher Wasserstoff, unterscheidet sich vom häufiger produzierten grünen oder grauen Wasserstoff und kann direkt ohne weitere Verarbeitung verwendet werden.

Die Entdeckung ist besonders bedeutsam im aktuellen Klimaszenario und bietet eine potenziell neue Ressource für Energieanwendungen, einschließlich Autobatterien und Zivilluftfahrt.

Die Wasserstoffproduktion macht derzeit etwa 1% der weltweiten Treibhausgasemissionen aus. Weißer oder "goldener" Wasserstoff, der durch die Interaktion von unterirdischem Wasser mit eisenreichen Mineralien entsteht, stellt eine umweltfreundlichere Alternative dar.

Schätzungen von Jacques Pironon vom GeoResources-Labor der Universität Lothringen, berichtet von der BBC, deuten darauf hin, dass das Vorkommen bis zu 250 Millionen Tonnen weißen Wasserstoff enthalten könnte. Aufgrund der heterogenen Beschaffenheit des Gebiets ist jedoch möglicherweise nicht der gesamte Wasserstoff nutzbar.

Diese Entdeckung hat bei französischen Wissenschaftlern Stolz ausgelöst und könnte Frankreich an die Spitze eines neuen "Weißen Goldrausches" stellen. Europa führt derzeit bei Investitionen in Wasserstoffprojekte an, mit 35% des weltweiten Gesamtvolumens.