Wolff behauptete, er habe Botschaften gesehen, die beim Secret Service Panik ausgelöst hätten.
Nähe zur Macht kann seltsame Dynamiken erzeugen.
Wenn man jede wache Stunde mit einem Staatschef verbringt, verschwimmen die Grenzen eines normalen Arbeitsplatzes oft.
Und manchmal werden die über den Schreibtisch gereichten Unterlagen unglaublich persönlich.
Immer an seiner Seite
Natalie Harp arbeitet als Donald Trumps persönliche Assistentin. Sie begleitet den 80-jährigen Präsidenten ständig und folgt ihm überallhin, von privaten Treffen bis zu Golfausflügen.
Ihre ständige Präsenz brachte ihr laut Daily Express kürzlich einen seltsamen Spitznamen ein. Sie ist bekannt als der „menschliche Drucker“, weil sie ein drahtloses Gerät mit sich führt, um ihm auf Verlangen positive Nachrichtenartikel zu überreichen.
Doch diese Stapel bedruckten Papiers sollen angeblich mehr als nur schmeichelhafte Schlagzeilen enthalten. Eine neue Welle politischer Gerüchte deutet darauf hin, dass die Assistentin höchst ungewöhnliche private Botschaften darunter mischt.
Zutiefst persönliche Notizen
Zwei Reporter der New York Times brachten die ursprüngliche Geschichte ans Licht. Maggie Haberman und Jonathan Swan behaupteten in ihrem Buch „Regime Change“, Harp habe dem Präsidenten Notizen an persönlichen Orten hinterlassen.
Eine Notiz soll dem Oberbefehlshaber Berichten zufolge mitgeteilt haben: „Sie sind alles, was für mich zählt.“
Der Autor Michael Wolff fügte gerade erst neue Details während eines Gesprächs in der Daily Beast-Sendung „Inside Trump’s Head“ hinzu. Er erzählte der Journalistin Joanna Coles, dass die Notizen bei den Mitarbeitern ernsthaften Alarm ausgelöst hätten.
Seltsame Ausdrucksweise
Wolff behauptete, er habe Botschaften gesehen, die beim Secret Service Panik ausgelöst hätten. Er merkte an, dass Mitarbeiter intervenierten, weil „sie sie als Gefahr für sich selbst und für ihn ansahen.“
Der Autor beschrieb die Botschaften als eindeutige Liebesbriefe. Er sagte, sie habe Sätze geschrieben, die dem Präsidenten mitteilten, er sei das Alpha und das Omega.
Dann nahm das Gespräch eine dunklere Wendung. Wolff erinnerte sich, „eine seltsame Art von Sprache gesehen zu haben, die … irgendwie andeutet, dass er sie bestraft.“
Eine Grenze überschreiten
Er fügte schnell hinzu, er wolle diese spezifische Dynamik nicht weiter erörtern. Coles versuchte, eine mildere Erklärung anzubieten, und fragte, ob die Papiere lediglich motivierende Hilfsmittel seien, die den Präsidenten ermutigen sollten.
Wolff wies diese unschuldige Theorie vollständig zurück. Er sagte Coles, dass der Ton der Briefe weit über die übliche Ermutigung am Arbeitsplatz hinausgehe.
Er interpretierte die Schriften als Zeichen totaler Hingabe. „Sie sagt das nicht, aber ich denke, das ist der Ton davon“, erklärte Wolff. Er fasste das zugrunde liegende Gefühl zusammen als: „‚Ich liebe Sie. Ich existiere wegen Ihnen. Ich existiere nur in Ihrem Schatten.‘“
Quellen: The Daily Beast, The New York Times, Regime Change, Daily Express