„Was macht sie? Was macht sie mit all ihrer Zeit?“, fragte Coles.
Ehepartner von Politikern bekommen selten eine Auszeit von den Kameras.
Wenn eine sehr präsente Person plötzlich von der Bildfläche verschwindet, stellen sich Fragen.
Eine auffällige Abwesenheit
Melania Trump hat sich dieses Jahr weitgehend aus dem Rampenlicht zurückgezogen. Die First Lady absolvierte zuletzt nur eine Handvoll öffentlicher Auftritte.
Die Journalistin Joanna Coles erörterte dieses Abtauchen kürzlich im Podcast „Inside Trump’s Head“. Zum Vergleich: Ehemalige First Ladies nahmen routinemäßig an über hundert Veranstaltungen jährlich teil.
„Was macht sie die restliche Zeit? Ich habe Fragen zu ihr, denn es ist sehr merkwürdig, dass sie fehlt, und sie ist besonders elegant. Ich möchte also immer wissen, was sie trägt, wenn sie auftaucht. Was macht sie? Was macht sie mit all ihrer Zeit?“, fragte Coles.
Das Rampenlicht stehlen
Der Autor Michael Wolff schloss sich demselben Podcast mit einer unverblümten Einschätzung an. Er bezeichnete die Ehe des Paares als die „seltsamste in der Geschichte aller Präsidentenehen“.
Wolff deutete an, ihre unabhängigen Projekte würden hinter verschlossenen Türen für Spannungen sorgen. „Sie wissen nicht, was sie tun wird, und sie haben Angst davor. Noch beunruhigender für das Weiße Haus ist, dass diese ihre Unternehmungen sie anscheinend in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit rücken, was sie gewissermaßen in direkten Konflikt mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten bringt“, erklärte er.
„Es macht nichts, wenn Sie Geld verdienen, aber stehlen Sie nicht das Rampenlicht“, fügte Wolff hinzu.
Heikler Spagat
Der PR-Experte Chad Teixeira sieht einen schwierigen Weg nach vorne. Im Gespräch mit dem Irish Star betonte er das zweischneidige Schwert ihres berühmten Nachnamens.
„Der Name Trump öffnet jede Tür, aber er folgt Ihnen auch in jeden Raum“, erklärte Teixeira.
„Das ist der Balanceakt, dem sich Melania stellen muss. Sie kann dieses Profil absolut nutzen, um Projekte zu starten, ein Geschäft aufzubauen oder ihre eigene Identität zu formen, aber die Leute werden schnell merken, wenn es den Anschein hat, dass sie versucht, vom Namen Trump zu profitieren, während sie sich gleichzeitig davon distanziert. Das ist ein sehr schwieriger Weg“, warnte er.
Sie erscheint immer noch bei ausgewählten Veranstaltungen. Erst letzten Monat besuchte sie ein WM-Endspiel mit ihrem 80-jährigen Ehemann. Sie fehlte jedoch auf mysteriöse Weise bei der Beerdigung von Senator Lindsey Graham Ende Juli.
Quellen: The Irish Star, Inside Trump’s Head Podcast