Präsident Donald Trump hat Kuba schon lange ins Visier genommen.
Wenn ein Land einen größeren Konflikt im Nahen Osten bewältigt, konzentrieren sich seine Führungspersönlichkeiten normalerweise vollständig auf diese Region.
Die Führung eines Krieges nimmt Zeit in Anspruch. Sie zehrt militärische Ressourcen auf.
Manchmal rückt jedoch ein völlig anderer Teil der Welt still und leise an die Spitze der Prioritätenliste.
Ein Fokuswechsel
Präsident Donald Trump hat Kuba ins Visier genommen. Die Vereinigten Staaten drohen weiterhin mit Angriffen auf den Iran. Dennoch richtet Washington seine Aufmerksamkeit aktiv näher an die Heimat.
Die derzeitige Regierung wünscht den Zusammenbruch des kommunistischen Regimes in Havanna. Sollte dies nicht eintreten, fordert sie massive Reformen.
Um dies zu erreichen, baut die amerikanische Regierung ihre Geheimdienstoperationen rasch aus. Dieser drastische Vorstoß könnte sich laut dem Daily Express sogar zu einer Militäroperation ausweiten.
Druck für Veränderungen
Personen, die mit der Situation vertraut sind, stellen fest, dass die anhaltenden Spannungen mit Teheran die Dinge nicht verlangsamen.
„Der Iran muss nicht gelöst werden, bevor wir dorthin gehen“, sagte eine Quelle gegenüber Politico.
Die Insel ist für Außenminister Marco Rubio eindeutig zu einer „riesigen Priorität“ geworden. Er deutete kürzlich an, dass dem ausländischen Regime die Zeit davonläuft. Es müsse den amerikanischen Forderungen nach Veränderung nachkommen.
Sein Ministerium veröffentlichte letzten Monat ein Dokument. Es warf der Nation vor, jahrzehntelang illegale Handlungen begangen zu haben.
Geheimdienstaktivitäten vor Ort
Ein weiterer Beamter behauptete, Kuba „exportiere den antikolonialen, drittweltlichen Groll, der sich nun in unseren eigenen Institutionen festsetzt“, laut einer E-Mail, die Politico vorliegt.
Um einen politischen Wandel zu erzwingen, sind kürzlich amerikanische Spione auf der Insel gelandet. Die Präsenz der CIA wächst.
CIA-Direktor John Ratcliffe reiste tatsächlich im Mai dorthin. Er traf ein, um größere Regierungsreformen zu fordern. Nur wenige Tage später erhob das US-Justizministerium strafrechtliche Anklage gegen den ehemaligen kubanischen Präsidenten Raúl Castro.
Die Klage konzentriert sich auf den Tod von vier Personen. Sie starben 1996 bei dem Versuch, Exilanten auf See zu retten. Castro diente damals als nationaler Verteidigungsminister.
Alle Optionen werden geprüft
Die Regierung ist bereit, jede verfügbare Methode einzusetzen. Sie wünscht sich eine neue politische Realität für die Insel.
Regierungsbeamte bereiten sich darauf vor, „alle konventionellen Mittel, einschließlich der Ressourcen der Geheimdienste, einzusetzen“, sagte eine Quelle gegenüber Politico.
Trotz der aggressiven Geheimdienstaktivitäten ist ein umfassender bewaffneter Konflikt nicht das primäre Ziel. Eine zweite Quelle behauptete, Trump „bevorzuge tatsächlich die Diplomatie“, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen.
Quellen: Daily Express, Politico