Startseite Politik Trump-Regierung erzielt zweiten wichtigen Gerichtssieg im Streit um maskierte Bundesbeamte

Trump-Regierung erzielt zweiten wichtigen Gerichtssieg im Streit um maskierte Bundesbeamte

ICE police polis
betto rodrigues / Shutterstock

Die Trump-Regierung gewinnt einen weiteren Fall vor Gericht, der verhindert, dass New York Bundesbeamten das Tragen von Masken im Dienst verbietet.

Ein Bundesrichter in New York hat ein Landesgesetz blockiert, das Bundesbeamte der Einwanderungsbehörde daran hindern sollte, ihr Gesicht bei Aktivitäten wie Razzien und Operationen zu verdecken. Der Staat kann Bundesbeamte nicht länger dafür bestrafen, dass sie bei der Ausübung ihrer Tätigkeit Masken tragen.

Diese Entscheidung beschert der Regierung der Vereinigten Staaten in dieser Angelegenheit den zweiten großen juristischen Sieg in diesem Jahr. Ein Bundesgericht in Kalifornien hatte zuvor ein ähnliches Maskenverbot aufgehoben.

Die Gerichtserfolge in diesen „blauen“ Staaten bedeuten, dass Bundesbehörden wie die Einwanderungs- und Zollbehörde (Immigration and Customs Enforcement) weiterhin Beamte mit verdecktem Gesicht zu Razzien entsenden können. Die Bundesregierung argumentierte, dass das Enttarnen von Beamten diese bei gefährlichen Verhaftungen einem Risiko aussetze. Die Gerichte stimmen zu, dass sich die Staaten nicht einmischen dürfen.

Verfassungsrechtliche Grenzen

Gouverneurin Kathy Hochul unterzeichnete im Mai ein spezifisches Gesetz des Staates New York als Teil des staatlichen Haushaltsgesetzes. Die Gesetzgebung trat im Juni in Kraft. Sie verlangte von Bundesbeamten, eine sichtbare Identifikation zu zeigen und ihr Gesicht unbedeckt zu lassen.

Als Reaktion darauf verklagte die Bundesregierung den Staat.

Die US-Bezirksrichterin Mae D’Agostino stellte sich am Montag auf die Seite der Bundesregierung, indem sie das Gesetz vorübergehend blockierte. Die Richterin merkte an, dass es sich bei dem Fall streng genommen um eine Rechtsfrage handele und nicht um eine Debatte darüber, ob die lokalen Regeln eine gute Idee seien.

Laut HuffPost schrieb D’Agostino: „Die nun vor dem Gericht liegende Frage betrifft die Verfassungsmäßigkeit, nicht die Transparenz oder bevorzugte politische Entscheidungen.“

Verteidigung der Position

Die Verantwortlichen in New York versprachen, der gerichtlichen Anordnung Folge zu leisten. Dennoch waren sie mit dem Ergebnis unzufrieden. Das Urteil stellt sicher, dass die lokale Polizei Bundesbeamte nicht wegen Meinungsverschiedenheiten bezüglich der Uniform verhaften wird.

Gouverneurin Hochul und Generalstaatsanwältin Letitia James konterten. Die Verantwortlichen argumentierten in einer gemeinsamen Erklärung, dass das ursprüngliche Landesgesetz zum Schutz der Anwohner absolut notwendig gewesen sei.

Wie von HuffPost berichtet, hieß es in ihrer Erklärung: „Wir stehen fest in unserer Überzeugung, dass maskierte Beamte New York nicht sicherer machen, und unsere Büros prüfen derzeit alle rechtlichen Optionen.“

Gerichtserfolge der Bundesregierung

Der Erfolg der Bundesregierung bei der Aufhebung dieser Gesetze ist ein großer Sieg für die Trump-Regierung. Der Sieg in Kalifornien ebnete der Bundesregierung den Weg, dasselbe Argument auch vor den Gerichten in New York vorzubringen.

Es bleibt abzuwarten, wann und wo die nächste Gerichtsentscheidung fallen wird. Im Mai reichte das Justizministerium eine weitere Klage ein, diesmal gegen den Bundesstaat Connecticut.

Während Connecticuts Generalstaatsanwalt das Gesetz als „notwendig zum Schutz der öffentlichen Sicherheit“ bezeichnet, nennt die Bundesregierung das Gesetz „offensichtlich verfassungswidrig“ und behauptet, die Staaten hätten keine Autorität über Bundesbeamte. Bislang hat sich die Regierung Trump als siegreich erwiesen.