Pazifikstaat ändert seinen Namen, um sein Erbe zu ehren.
Ein pazifischer Inselstaat mit rund 12.000 Einwohnern bereitet sich darauf vor, eine neue offizielle Identität einzuführen und ersetzt dabei den seit Jahrzehnten international anerkannten Namen durch einen, der in seiner eigenen Sprache und seinem Erbe verwurzelt ist.
Präsident David Adeang gab bekannt, dass Nauru offiziell zur Republik Naoero wird, während seine Bürger als dei-Naoero bekannt sein werden.
Laut The Daily Beast unter Berufung auf die Regierung soll die Entscheidung den offiziellen Namen des Landes näher an die von seinen Bewohnern gesprochene Sprache heranführen.
Beamte erklärten, dass „Nauru“ ursprünglich hauptsächlich deshalb angenommen worden sei, weil es für Ausländer leichter auszusprechen war, während „Naoero“ stets der traditionelle, lokal verwendete Name geblieben sei.
In einer Erklärung teilte die Regierung mit:
„Der Name Naoero ist nie verloren gegangen, sondern wartete darauf, vollständig angenommen zu werden.“
Die Behörden wiesen zudem darauf hin, dass der traditionelle Name bereits auf dem nationalen Wappen erscheine, in der Gemeinschaft weit verbreitet sei und in der Verfassung des Landes anerkannt sei.
Präsident erläutert die Beweggründe
Adeang betonte, dass der Schritt nicht politisch motiviert sei, sondern von dem Wunsch, die kulturelle Identität des Landes zu stärken.
„Diese vorgeschlagene Änderung zielt darauf ab, das Erbe unserer Nation, unsere Sprache und unsere Identität getreuer zu ehren.“
Er fügte hinzu, dass es bei der Entscheidung darum gehe, die Geschichte des Landes zu bewahren und gleichzeitig sicherzustellen, dass zukünftige Generationen mit ihren kulturellen Wurzeln verbunden blieben.
Im Pazifischen Ozean gelegen, ist Naoero der drittkleinste souveräne Staat der Welt nach Landfläche und erlangte 1968 nach einer Periode australischer Verwaltung die Unabhängigkeit.
Obwohl der internationale Name des Landes geändert werden soll, haben Beamte die Entscheidung als Anerkennung einer Identität dargestellt, die ihrer Aussage nach schon immer existiert habe, und nicht als Schaffung einer neuen.