Einige Spezialisten bezeichneten den Schritt als „Todesurteil“.
Der Naturschutz ist ein heikles Gleichgewicht.
Wenn Regierungen plötzlich die Regeln neu schreiben, können die Auswirkungen auf wilde Landschaften irreversibel sein. Nun versetzt eine weitreichende politische Neuausrichtung die Umweltgemeinschaft in Aufruhr.
Regeln außer Kraft gesetzt
Präsident Donald Trump hat soeben einen wichtigen rechtlichen Schutz für bedrohte Tiere in den Vereinigten Staaten außer Kraft gesetzt.
Anfang dieses Monats änderte seine Regierung die Definition des Wortes „Schaden“ im Rahmen des „Endangered Species Act“ von 1973.
Die neue Regelung hebt eine langjährige Auslegung auf, die zuvor „jede erhebliche Veränderung oder Verschlechterung des Lebensraums, die Wildtiere tötet oder verletzt“, umfasste, wie HuffPost berichtete.
Diese weitreichende politische Neuausrichtung tritt offiziell am 14. September in Kraft.
Verteidigung der Lockerung
Trump feierte die Lockerung am Dienstag auf Truth Social und behauptete, seine Regierung habe die Gesetzgebung „auf den ursprünglich beabsichtigten Zustand“ zurückgeführt.
Er zeigte direkt mit dem Finger auf Umweltschützer, die die nationale Entwicklung aggressiv blockierten.
„Viel zu lange haben radikale Klimaaktivisten versucht, unser großartiges Land als Geisel zu nehmen, indem sie den beabsichtigten Geltungsbereich des Endangered Species Act drastisch und unangemessen erweitert haben“, schrieb er.
Trump fügte hinzu, dies sei „eine vollständige und totale Überschreitung der Regulierungskompetenzen durch nicht gewählte Bürokraten!“
Juristischer Gegenwind
Er beschwerte sich auch, dass das amerikanische Militär nicht auf bestimmten Grundstücken trainieren könne, nur um „ein kleines Nagetier zu schützen!“
Diese scharfen Kommentare und die weitreichende politische Änderung haben bereits eine heftige juristische Gegenreaktion ausgelöst.
Eine große Koalition von Umweltgruppen, angeführt von der Rechtsorganisation Earthjustice, reichte kürzlich Klagen gegen die Bundesregierung ein, um die Änderungen zu stoppen.
Die Swinomish Indian Tribal Community und der Squaxin Island Tribe schlossen sich dem Rechtsstreit mit eigenen separaten Klagen an, wie HuffPost berichtete.
Alarmierende Warnungen
Naturschutzexperten warnen, dass die neu gelockerten Regeln die Öl-, Gas- und Holzindustrie dazu einladen werden, sich ihren Weg in einst geschützte Wildnisgebiete zu bahnen.
Einige Spezialisten bezeichneten den Schritt als „Todesurteil“ für gefährdete Arten, die „dringend unsere Hilfe benötigen“.
Kritiker überschwemmten diese Woche die sozialen Medien, um die Entscheidung lautstark zu verurteilen, wobei ein Nutzer auf X die Lockerung als „Bösewicht auf Comic-Niveau“ bezeichnete.
Ein anderer Nutzer zeigte sich völlig erschüttert über den Ton des Präsidenten und fragte: „Was zum Teufel konservieren ‚Konservative‘ denn eigentlich?!?“
Quellen: HuffPost, Truth Social, X