Amerikanische Beamte befürchteten, dass die anhaltende Drohnenkampagne den entscheidenden Transport erheblich stören würde.
Wenn ein Krieg sich hinzieht, erstrecken sich die Schlachtfelder weit über schlammige Gräben und zerstörte Städte hinaus.
Globale Handelsrouten werden schnell zum Ziel fliegender Sprengkörper und geheimer Sabotageakte.
Doch manchmal genügt ein einziger, leiser Anruf eines mächtigen Verbündeten, um das Feuer einzustellen.
Drohnenangriffe gestoppt
Die Ukraine hat offiziell die Angriffe auf Öltanker in der Nähe des russischen Hafens Noworossijsk eingestellt. Dieser plötzliche Strategiewechsel geht direkt auf die Spitze der amerikanischen Regierung zurück.
Die Financial Times, zitiert von Money.pl, berichtete, dass Kiew die Angriffe auf direkte Bitte des US-Vizepräsidenten JD Vance ausgesetzt habe. Eine geheime Vereinbarung habe sich über den Sommer entwickelt.
Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte das Telefongespräch öffentlich. Der ukrainische Staatschef merkte an, dass Vance den ersten Anruf getätigt habe.
Schutz der Pipeline
Washington schaltete sich ein, um einen massiven Schock für die globalen Energiemärkte zu verhindern. Amerikanische Beamte befürchteten, dass die anhaltende Drohnenkampagne den entscheidenden Transport von kasachischem Öl erheblich stören würde.
Dieser Treibstoff wird über das Terminal des Kaspischen Pipeline-Konsortiums transportiert. Das riesige Netzwerk wird als Joint Venture zwischen russischen, kasachischen und globalen Energieunternehmen betrieben. Ein Vertreter der US-Regierung bestätigte den diplomatischen Vorstoß gegenüber der Financial Times.
Der Vormonat zeigte genau, wie viel Schaden die fliegenden Waffen anrichten konnten. Eine Reihe von Angriffen im Juli führte dazu, dass die Öllieferungen aus der Pipeline-Infrastruktur um massive zwanzig Prozent zurückgingen.
Kasachstan ist finanziell stark auf genau diese Handelsrouten angewiesen. Aufgrund der Sommerangriffe sank die Ölproduktion des Landes im Juli im Vergleich zum Juni um 14 Prozent.
Ein neues Abkommen
Nach der amerikanischen Anfrage legte Kiew einige strenge Bedingungen für den Waffenstillstand fest.
Ukrainische Kommandeure stimmten zu, die Pipeline-Infrastruktur und bestimmte Tanker in Ruhe zu lassen. Die Financial Times merkte jedoch an, dass die Schiffe keine russischen Erdölprodukte transportieren oder unter bestehende Sanktionen fallen dürften.
Während die Öltanker nun eine sichere Passage haben, bleiben andere Einrichtungen im Fadenkreuz. Am frühen Mittwochmorgen gab das russische Unternehmen Demetra-Holding bekannt, dass ein erneuter Angriff sein Getreideterminal in Noworossijsk beschädigt habe.
Das riesige Agrarzentrum erlitt einen schweren Treffer. Anonyme Quellen teilten Reuters mit, dass die Anlage „den Betrieb eingestellt habe“, während die Mannschaften die Zerstörung begutachteten.
Quellen: Financial Times, Reuters