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Trumps gigantische Bauprojekte im Weißen Haus könnten Steuerzahler 900 Millionen Dollar kosten

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G. Edward Johnson, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Trumps aufwendige Pläne für das Weiße Haus erreichen 927 Millionen Dollar, während sich der Rechtsstreit zuspitzt.

Donald Trumps Pläne für das Weiße Haus gehen weit über eine bloße optische Veränderung hinaus. Neue Berichte legen nahe, dass die Regierung Hunderte Millionen Dollar für Bauarbeiten im gesamten Präsidentenkomplex bereitgestellt hat, wobei die Steuerzahler den Großteil der Kosten tragen sollen.

Mindestens 900 Millionen Dollar sollen laut Medienberichten vom Mittwoch für eine Reihe von Projekten ausgegeben werden, die von Sicherheits- und Infrastrukturverbesserungen bis zu Trumps umstrittenen Ballsaal im Ostflügel reichen.

Fragen zu den Bauarbeiten erreichen auch die Gerichte, wo Richter die Befugnis der Regierung infrage gestellt haben, eines ihrer größten Projekte ohne Zustimmung des Kongresses fortzusetzen.

The Washington Post berichtete, dass die Finanzierung durch Überweisungen von Bundesbehörden sowie private Spenden zustande gekommen sei, anstatt durch direkte Haushaltsmittel des Kongresses, die das gesamte Bauprogramm ausdrücklich genehmigen.

Gelder sollen Berichten zufolge im Rahmen der Modernisierungspläne der Regierung in das Konto für Reparatur und Restaurierung des Weißen Hauses der Executive Residence geflossen sein.

Zu den im Bericht genannten Projekten gehören Verbesserungen rund um den Lafayette Square, eine neue Besucher-Kontrolleinrichtung und der Bau eines Hubschrauberlandeplatzes. Trumps geplanter Ballsaal im Ostflügel ist ebenfalls ein wesentlicher Bestandteil des umfassenderen Bauprogramms.

Die Gesamtkosten haben ein geschätztes Minimum von 927 Millionen Dollar erreicht.

Haushaltsunterlagen, die von der Zeitung zitiert werden, zeigen, dass 875 Millionen Dollar seit Trumps Amtsantritt auf das Wartungskonto der Executive Residence überwiesen wurden. Die jüngsten jährlichen Haushaltsmittel des Kongresses für dieses Konto beliefen sich im Vergleich dazu auf rund 2,5 Millionen Dollar.

Der Großteil der Gesamtfinanzierung soll laut den Berichten von den Steuerzahlern stammen, obwohl das Weiße Haus keine umfassende Aufschlüsselung veröffentlicht hat, die erklärt, woher all das Geld stammt.

Richter stellen Ballsaal-Projekt infrage

Die rechtliche Prüfung hat unterdessen Trumps Pläne für den Ostflügel verkompliziert.

Ein Bundesberufungsgericht entschied am Freitag, dass die Regierung die Zustimmung des Kongresses benötigt, um das Ballsaal-Projekt fortzusetzen.

„Der Kongress hat die ausschließliche Befugnis, den Bau und Abriss von Strukturen des Weißen Hauses zu regeln“, schrieben die Richter Patricia A. Millett und Bradley N. Garcia in ihrer Stellungnahme.

Trump hat angekündigt, gegen das Urteil Berufung einzulegen.

Große Bauvorhaben im Weißen Haus wurden traditionell mit vom Kongress genehmigten Mitteln finanziert. Fragen zur Autorität des Kongresses sind folglich zum Kern des Streits um den Ballsaal geworden.

Trumps Regierung vertritt die Auffassung, dass umfangreiche Arbeiten erforderlich seien, um die Präsidentenresidenz zu verbessern und zu erhalten.

Sprecher des Weißen Hauses, Davis Ingle, sagte, die Projekte würden „im Einklang mit“ der Absicht des Kongresses durchgeführt.

„Präsident Trump setze weiterhin längst überfällige und notwendige Renovierungen um, um das Haus des Volkes zu verschönern“, fügte Ingle hinzu und erklärte, das Weiße Haus „werde angemessen verherrlicht und für kommende Generationen in ausgezeichnetem Zustand bleiben.“

Beamte haben noch keine vollständige voraussichtliche Rechnung für alle geplanten Bauarbeiten offengelegt.

Die Washington Post berichtete zudem, dass Verträge über die Executive Residence abgewickelt worden seien, die anderen Offenlegungspflichten unterliegt als die meisten Bundesbehörden. Diese Regelung habe dazu geführt, dass weniger öffentlich zugängliche Details über einzelne Verträge im Zusammenhang mit dem umfassenderen Renovierungsprogramm vorliegen.

Trumps vorgeschlagener Ballsaal steht nun vor einer zusätzlichen rechtlichen Hürde, während die Regierung ihre Berufung vorbereitet, selbst während die für Bauarbeiten anderswo auf dem Gelände des Weißen Hauses bereitgestellten Mittel in die Hunderte von Millionen Dollar gestiegen sind.