Startseite Welt Trump bezeichnet Kritiker seines 345,7-Millionen-Euro-Ballsaals als ‚illoyal gegenüber unserem Land

Trump bezeichnet Kritiker seines 345,7-Millionen-Euro-Ballsaals als ‚illoyal gegenüber unserem Land

Donald Trump, Dr. Anthony Fauci
The White House from Washington, DC, Public domain, via Wikimedia Commons

Er wies darauf hin, dass der Raum voraussichtlich nur wenige Monate vor dem Ende seiner Amtszeit fertig sein werde.

Wenn Führungspersönlichkeiten ein historisches Gebäude umgestalten, lösen die Pläne meist Debatten aus.

Kommen Hunderte Millionen Dollar und ein Bulldozer ins Spiel, verwandelt sich diese höfliche Meinungsverschiedenheit in einen Rechtsstreit.

Ein kostspieliges Abschiedsgeschenk

Präsident Donald Trump hat die Baustelle im Weißen Haus vehement verteidigt. Ziel ist es, einen 8.361 Quadratmeter großen Ballsaal genau dort fertigzustellen, wo einst der Ostflügel stand.

Aus dem Oval Office heraus bezeichnete er das Projekt als großzügige Geste. Er wies darauf hin, dass der Raum voraussichtlich nur wenige Monate vor dem Ende seiner Amtszeit fertig sein werde.

„Das ist für zukünftige Präsidenten. Das ist nicht für mich. Das ist für zukünftige Präsidenten. Und es ist ein Geschenk. Wir machen unserem Land ein Geschenk, indem wir Hunderte Millionen Dollar für den Bau eines Ballsaals ausgeben“, sagte er laut The Irish Star.

Er wetterte auch gegen die Kritiker, die versuchten, die Arbeiten zu stoppen.

Kritiker im Visier

Trump hielt seine Frustration über die Opposition nicht zurück.

„Die Leute, die sich dem Ballsaal widersetzen, sind Leute, die meiner Meinung nach unserem Land sehr illoyal sind. Sehr, sehr illoyal gegenüber unserem Land“, behauptete der Präsident.

Er versprach, der neue Raum werde erstklassige militärische Abwehrmaßnahmen gegen Drohnen und Raketen aufweisen. Anschließend bestand er darauf, dass nichts die Fenster durchbrechen könne.

Der Gang vor Gericht

Diese Versprechen könnten bedeutungslos sein, wenn die Gerichte ihren Willen durchsetzen. Letzte Woche ordnete ein gespaltenes Bundesberufungsgericht an, dass die Regierung alle oberirdischen Bauarbeiten einstellen müsse.

Die Richter stellten fest, dass der Kongress die Renovierung nie genehmigt habe. Sie stellten sich auf die Seite einer Denkmalschutzgruppe, die Klage eingereicht hatte, um das ursprüngliche Gelände zu schützen.

Die Regierung forderte den Obersten Gerichtshof der USA umgehend auf, einzugreifen. Generalstaatsanwalt D. John Sauer reichte Dokumente ein, in denen er argumentierte, die Verzögerung schade der nationalen Sicherheit direkt.

Eine verborgene Bedrohung

Die Gerichtsakte enthüllte sogar ein überraschendes neues Detail, um diesen Punkt zu beweisen. Laut Gerichtsunterlagen habe der Secret Service Trump letzten Monat stillschweigend in ein anderes Militärflugzeug verlegt.

Eine gemeldete Raketenbedrohung gegen die Air Force One in der Türkei habe die plötzliche Reiseänderung erzwungen. Beamte führen diesen Vorfall als Beweis dafür an, dass ein sicherer Bunker dringend benötigt werde.

Regierungsanwälte bestehen darauf, dass der Präsident die volle Befugnis habe, seine Residenz aufzurüsten. Sie behaupten auch, private Spenden würden die gesamte Rechnung begleichen, obwohl Demokraten stark das Gegenteil vermuten.

Arbeiter haben 10 Monate auf der Baustelle verbracht. Offizielle Quellen geben an, dass das Projekt zu 65 % abgeschlossen sei.

Quellen: Irish Star, US-Gerichtsakten, AFP