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45 Milliarden tauchen mitten in Volkswagens Krise auf

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Der Volkswagen-Konzern steht seit Monaten unter starkem wirtschaftlichem Druck.

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Sparprogramme, Stellenabbau und eine schwierige Transformation hin zur Elektromobilität prägen die Lage.

Umso überraschender fiel nun ein finanzielles Detail aus, das selbst interne Erwartungen übertroffen hat.

Deutlich höhere Liquidität als erwartet

Wie aus aktuellen Finanzdaten hervorgeht, verzeichnete Volkswagen zuletzt eine positive operative Geldentwicklung von rund sechs Milliarden Euro.

Umgerechnet entspricht das fast 45 Milliarden Kronen.

Diese Kennzahl beschreibt den Nettozufluss an liquiden Mitteln aus dem laufenden Geschäft und fiel deutlich besser aus, als es sowohl der Konzern selbst als auch externe Marktbeobachter angenommen hatten.

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Nach Einschätzung von Analysten hängt der Effekt unter anderem mit strikten Kostensenkungen und einem vorsichtigeren Investitionskurs zusammen, der zuletzt konzernweit umgesetzt wurde.

Positive Reaktion an der Börse

Die neuen Zahlen blieben auch an den Finanzmärkten nicht unbemerkt.

Laut Reuters legte die Volkswagen-Aktie nach Bekanntwerden der Daten um rund 4,5 Prozent zu.

Anleger werteten den unerwartet starken Mittelzufluss als kurzfristiges Stabilitätssignal in einer insgesamt angespannten Situation.

Anhaltende Probleme bei Porsche

Trotz der positiven Überraschung bleibt die Gesamtlage angespannt. Besonders die Konzerntochter Porsche steht weiterhin vor erheblichen Herausforderungen.

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Auf dem wichtigen chinesischen Markt wird das Händlernetz bereits zum dritten Mal in Folge verkleinert.

Zusätzlich hat Porsche eigene Ladeinfrastruktur außer Betrieb genommen, um Ausgaben zu senken.

Unsichere Zukunft der E-Strategie

Nach Informationen von Reuters prüft Porsche zudem, geplante Elektromodelle auf den Prüfstand zu stellen.

Hintergrund sind Zweifel an der Tragfähigkeit des bisherigen Geschäftsmodells, vor allem angesichts hoher Kosten und intensiven Wettbewerbs.

Der unerwartete Geldzufluss verschafft dem Volkswagen-Konzern zwar kurzfristig Luft, ersetzt jedoch keine grundlegende Lösung für die strukturellen Probleme.

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Quelle: Reuters, BOOSTED