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Rauch im Auto gefährdet Hunderttausende Kinder

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Zigarettenrauch im Auto ist für viele Kinder und Jugendliche in Deutschland Alltag.

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Neue Auswertungen zeigen, dass Minderjährige beim Mitfahren häufig Schadstoffen ausgesetzt sind, obwohl sie sich dem nicht entziehen können. Fachleute warnen seit Langem vor den gesundheitlichen Folgen.

Hohe Belastung in geschlossenen Fahrzeugen

Nach Angaben der Krankenkasse DAK sind bundesweit mehr als 750.000 Kinder und Jugendliche regelmäßig Passivrauch im Auto ausgesetzt.

Besonders problematisch ist die Situation, weil sich Rauch in geschlossenen Fahrzeugen stark konzentriert.

Laut den Daten sind 10,9 Prozent der Schulkinder beim Autofahren oft oder sehr oft Tabakrauch ausgesetzt, weitere rund 36 Prozent zumindest gelegentlich.

Auffällig ist zudem ein sozialer Unterschied: Kinder aus finanziell schwächeren Familien sind häufiger betroffen als Gleichaltrige aus besser gestellten Haushalten.

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Forderung nach gesetzlicher Regelung

DAK-Vorstandschef Andreas Storm sieht dringenden politischen Handlungsbedarf. Er betont, dass Tabakrauch auch für Menschen, die ihn nur einatmen, erhebliche gesundheitliche Schäden verursachen kann. Kinder seien dabei besonders gefährdet.

Angesichts der hohen Zahl betroffener Minderjähriger spricht sich Storm für ein Rauchverbot im Auto aus, sobald Kinder mitfahren.

Ziel sei es nicht nur, Kinder besser zu schützen, sondern auch das Bewusstsein im privaten Umfeld zu schärfen.

In mehreren europäischen Ländern existieren solche Regelungen bereits, teilweise auch zum Schutz Schwangerer.

Unterstützung aus der Politik

Auch Schleswig-Holsteins Gesundheitsministerin Kerstin von der Decken unterstützt ein erweitertes Rauchverbot. Sie weist darauf hin, dass die Schadstoffkonzentration in Autos besonders hoch sei.

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Eine entsprechende Regelung liege in der Zuständigkeit des Bundes.

Der Bundesrat habe sich bereits mehrfach für eine Änderung des Bundesnichtraucherschutzgesetzes ausgesprochen, zuletzt im September 2025.

Langfristige Folgen für Kinder

Die DAK warnt zudem vor einem weiteren Risiko: Kinder, die regelmäßig Passivrauch im Auto ausgesetzt sind, greifen später häufiger selbst zu Nikotinprodukten.

Ein gesetzliches Rauchverbot könne daher nicht nur schützen, sondern auch präventiv wirken.

Quelle: DAK-Gesundheit, BILD

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