Viele Menschen erleben ab Mitte 40 unruhigere Nächte.
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Häufig wird das als normale Alterserscheinung abgetan.
Fachleute halten diese Sichtweise jedoch für problematisch, denn schlechter Schlaf ist kein harmloser Begleiter des Älterwerdens.
Schlafbedarf bleibt konstant
Entgegen eines weit verbreiteten Mythos sinkt der Schlafbedarf im mittleren Alter nicht automatisch.
Die National Sleep Foundation weist darauf hin, dass Erwachsene mit 40 Jahren eine ähnlich hohe Schlafqualität benötigen wie jüngere Menschen.
Entscheidend ist dabei weniger die reine Stundenzahl als vielmehr, wie erholsam die Nacht tatsächlich verläuft.
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Wenn Schlaf fehlt, leidet der Körper
Anhaltender Schlafmangel kann den Organismus belasten.
Er setzt den Körper unter Stress und kann Beschwerden wie Kopfschmerzen, Heißhunger oder andere körperliche Reaktionen begünstigen.
Diese Effekte treten unabhängig vom Alter auf und sollten ernst genommen werden.
Was erholsamen Schlaf unterstützt
Guter Schlaf beginnt mit entspanntem Einschlafen, setzt sich mit möglichst wenigen Unterbrechungen fort und endet mit einem sanften Erwachen.
Unterstützend wirken abendliche Routinen ohne grelles Bildschirmlicht, da dieses die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin hemmt.
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Auch beruhigende Reize wie Lavendel oder Baldrian können entspannend wirken.
Warme Füße, etwa durch Socken, können das Einschlafen zusätzlich erleichtern.
Die richtige Umgebung für die Nacht
Schlafmediziner empfehlen eine kühle Raumtemperatur zwischen 15 und 19 Grad Celsius.
Auch sogenannte Gewichtsdecken können helfen: Ihr gleichmäßiger Druck wirkt beruhigend auf das Nervensystem.
Zu warme Kleidung hingegen kann den natürlichen Abfall der Körpertemperatur im Schlaf stören.
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Bei Schlaflosigkeit lieber aufstehen
Eine Langzeitstudie der University of Pennsylvania School of Medicine begleitete 416 Personen mit Einschlafproblemen über ein Jahr.
Das Ergebnis: Wer bei nächtlicher Wachheit aufstand und einer ruhigen Tätigkeit nachging, schlief langfristig besser.
Studienautor Michael Perlis erklärte gegenüber dem Magazin Real Simple: Teilnehmer, die kurz aufstanden und etwa lasen, „schliefen häufig innerhalb einer Stunde wieder ein“, während Liegenbleiben die Probleme verstärkte.
Quellen: Freundin, National Sleep Foundation, University of Pennsylvania School of Medicine, Real Simple