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Russlands neue „Wedge“-Drohne sollte ein Durchbruch sein – die Ukraine hat sie bereits abgeschossen

Drone, remote
Zysko Sergii / Shutterstock.com

Sie wurde als technologischer Sprung auf dem Schlachtfeld präsentiert.

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Russische Vertreter bewarben sie als Waffe der nächsten Generation mit fortschrittlichen Systemen.

Nun erklären ukrainische Streitkräfte, sie hätten bereits ein Exemplar abgeschossen.

Erst vier Monate alt

Nach Angaben der ukrainischen Armee haben Truppen eine neu eingeführte russische Drohne mit dem Namen „Wedge“, auch „Klin“ genannt, abgeschossen.

Das Modell war erst vor vier Monaten öffentlich vorgestellt worden, wobei Moskau insbesondere den Einsatz von künstlicher Intelligenz und verbesserten Zielerfassungsfähigkeiten hervorhob.

Der Abschuss erfolgte durch die 118. unabhängige mechanisierte Brigade nahe der Front im Raum Orichiw.

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Erstmals gemeldeter Abschuss

„Dies ist der erste bekannte Fall der Zerstörung dieses Drohnentyps, der erst vor vier Monaten öffentlich präsentiert wurde“, erklärte die Brigade.

Russische Entwickler hatten angegeben, die Drohne sei mit Werkzeugen der künstlichen Intelligenz, einem autonomen System zur Erkennung und Bekämpfung von Zielen sowie einem verbesserten Steuerungsmechanismus ausgestattet.

Die Kosten pro Einheit werden laut Erklärung des ukrainischen Militärs auf rund 35.000 US-Dollar geschätzt.

Anspruch und Wirklichkeit

„Trotz der Erklärungen der Entwickler über die Fähigkeit der Drohne, Ziele in einer Entfernung von bis zu 120 Kilometern autonom zu erkennen und anzugreifen, wurde die ‚Wedge‘ offenbar bereits bei einem der ersten Kampfeinsätze relativ leicht abgefangen“, berichtete die 118. unabhängige mechanisierte Brigade.

Die Mitteilung legt nahe, dass die Drohne in ihrem ersten operativen Einsatz möglicherweise nicht wie angekündigt funktioniert hat.

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Der Abschuss erfolgt in einer Phase, in der beide Seiten entlang der Front stark auf unbemannte Systeme setzen.

Selenskyjs Kritik

Unabhängig davon kritisierte Präsident Wolodymyr Selenskyj öffentlich die militärische Führung der Ukraine wegen aus seiner Sicht bestehender Mängel bei der Luftverteidigung.

Bei einem Treffen am Dienstag zur Wiederherstellung der Strom- und Wärmeversorgung in von russischen Angriffen betroffenen Städten äußerte Selenskyj Unzufriedenheit mit der Luftwaffe.

„Die ukrainische Luftwaffe sollte ebenfalls effektiver arbeiten, um die Verteidigungsfähigkeiten der Region Charkiw und anderer an Russland grenzender Regionen gegen Shahed- und andere Angriffsdrohnen zu erhöhen“, sagte er.

„Die Komponente der Kurzstrecken-Luftverteidigung zur Abwehr von Angriffsdrohnen muss deutlich wirksamer werden und die derzeit bestehenden Probleme verhindern. In einigen Gebieten sind die Verteidigungslinien besser aufgebaut, in anderen besteht noch erheblicher Handlungsbedarf“, erklärte Selenskyj.

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Quellen: Erklärungen der ukrainischen Streitkräfte, WP News, unian.ua.