Startseite Politik Schweizer Politiker über Trump: „ein unglaublicher Narzisst“

Schweizer Politiker über Trump: „ein unglaublicher Narzisst“

The Apprentice / Donald Trump
Joe Seer / Shutterstock

Nach einer Reise in die USA findet ein Schweizer Parlamentarier klare Worte.

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Die Beziehungen zwischen der Schweiz und den USA stehen wegen Handelsfragen unter Druck.

Nach einem Besuch in Washington mahnt der Schweizer SVP-Nationalrat Martin Haab zu strategischer Vorsicht im Umgang mit Präsident Donald Trump.

In einem Interview mit dem Schweizer Nachrichtenportal Nau.ch schildert Haab seine Eindrücke vom National Prayer Breakfast – einem traditionsreichen Anlass mit internationaler politischer Bedeutung. Seine Schlussfolgerungen gehen jedoch über den Event hinaus.

Stil und Wirkung

Haab beschreibt einen Präsidenten, der stark auf Inszenierung setzt und politische Botschaften persönlich zuspitzt. Besonders der Auftritt habe bei ihm Zweifel an Trumps Führungsstil verstärkt.

Gegenüber Nau.ch sagte er, Trump habe ihm „einmal mehr bestätigt, dass er wirklich ein persönliches Problem hat.“ Zudem nannte er ihn „ein unglaublicher Narzisst“.

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Politisch sensibler Rahmen

Das National Prayer Breakfast wurde 1953 unter Präsident Dwight D. Eisenhower eingeführt und bringt jährlich Politiker verschiedener Parteien sowie religiöse Vertreter zusammen.

Laut Haab reagierten einzelne Gäste irritiert auf parteipolitische Zuspitzungen in Trumps Rede. In Sachfragen wie staatlichen Subventionen für Windkraftanlagen auf Agrarflächen zeigte sich Haab hingegen zustimmend.

Handelskonflikte spürbar

Konkrete Auswirkungen zeigen sich in der Landwirtschaft. Die US-Zollpolitik hat in den vergangenen Jahren internationale Gegenmaßnahmen ausgelöst und Preisschwankungen bei Agrarprodukten verstärkt.

Haab verwies im Gespräch mit Nau.ch auf sinkende Erlöse bei Mais und Soja, die auch langjährige Bekannte von ihm in den USA träfen.

Mit Blick auf die Beziehungen zwischen Bern und Washington riet er zu Zurückhaltung in der öffentlichen Kommunikation.

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Differenzierte Bilanz

Der Termin in Washington verdeutlicht die Ambivalenz: Politische Nähe in einzelnen Fragen bedeutet für Haab nicht automatisch Zustimmung zum gesamten Auftritt.

Während er bestimmte Sachpositionen teilt, bleibt seine Kritik am Auftreten des Präsidenten bestehen.

Quelle: Nau.ch