Neu veröffentlichte Dokumente im Fall Jeffrey Epstein haben bislang unbekannte Korrespondenz ans Licht gebracht, die erneut für Aufmerksamkeit sorgt.
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Unter den Unterlagen befinden sich E-Mails, in denen auf eine giftige Pflanzenverbindung Bezug genommen wird, die mit einer Droge in Verbindung steht, die angeblich den freien Willen ihrer Opfer ausschalten kann.
Die Enthüllungen erfolgen, während US-Behörden weiterhin Millionen von Seiten veröffentlichen, die mit Epsteins kriminellem Netzwerk in Zusammenhang stehen.
E-Mails und Pflanzen
Laut The Sun zeigen E-Mails aus den Jahren 2014 und 2015, dass Epstein einen engen Vertrauten nach sogenannten „trompetenförmigen Pflanzen“ fragte – ein Hinweis auf Pflanzen, die ein Gift produzieren, das als Engelstrompete bekannt ist.
Die aus diesen Pflanzen gewonnene Substanz kann zu Scopolamin verarbeitet werden, das mitunter als „Devil’s Breath“ bezeichnet wird.
Eine E-Mail aus dem Jahr 2015, die Berichten zufolge von Antoine Verglas versendet wurde, trug die Betreffzeile: „Scopolamin: Starke Droge, die in den Wäldern Kolumbiens wächst und den freien Willen AUSSCHALTET.“
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Aus den Dokumenten geht nicht hervor, dass Epstein die Droge selbst ausdrücklich beim Namen nannte, jedoch zeigen sie, dass er Artikel über ihre Wirkungen erhielt.
Aussage eines Betroffenen
Eine separate E-Mail aus dem Jahr 2022, die als „Opferauswirkungserklärung“ beschrieben wird, enthält Angaben von Joseph Manzaro, der behauptet, im Dezember 2014 mit Scopolamin betäubt worden zu sein.
Die veröffentlichten Unterlagen klären weder die Identität von Manzaro noch die Art seiner mutmaßlichen Verbindung zu Epstein.
Zudem belegen die Materialien nicht, dass die Substanz in einer bestätigten Straftat im Zusammenhang mit Epstein eingesetzt wurde.
Was ist Scopolamin
Scopolamin, auch als Hyoscin bekannt, ist ein giftiges Alkaloid, das in Pflanzen wie Datura, Brugmansia und Atropa belladonna vorkommt. Es kann auch synthetisch hergestellt werden.
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In kontrollierten medizinischen Anwendungen wird es zur Behandlung von Reisekrankheit und Übelkeit eingesetzt. In höheren Dosen kann es Halluzinationen, Verwirrtheit, Gedächtnisverlust und eine ausgeprägte Beeinflussbarkeit verursachen.
Berichte aus Südamerika, insbesondere aus Kolumbien, bringen die Droge mit kriminellen Handlungen in Verbindung. In Medienberichten wird sie häufig als schwer in gängigen toxikologischen Tests nachweisbar beschrieben. In großen Mengen kann sie tödlich sein.
Quellen: The Sun, Dokumente des US-Justizministeriums, Ziare