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Chinas „Carrier-Killer“-raketen lösen besorgnis in Washington aus

Chinas „Carrier-Killer“-raketen lösen besorgnis in Washington aus
Kremlin.ru, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

China hat seine Raketenfähigkeiten erheblich ausgebaut, während die Spannungen um Taiwan weiter schwelen, was in Washington Besorgnis über die Verwundbarkeit von US-Flugzeugträgerverbänden in der Region auslöst.

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Jüngste Berichte deuten darauf hin, dass Peking inzwischen über einsatzbereite fortschrittliche Systeme verfügt und damit den Schritt von der Erprobung zur operativen Bereitschaft vollzogen hat.

Raketenaufrüstung

Laut einem Bericht des Daily Express hat China seinen Bestand an ballistischen Raketen und Anti-Schiff-Raketen im Rahmen einer Strategie erhöht, die darauf abzielt, eine mögliche US-Intervention in einem Taiwan-Konflikt abzuschrecken.

Zu den hervorgehobenen Systemen zählt die DF-21D, häufig als „Carrier-Killer“ bezeichnet – eine ballistische Anti-Schiff-Rakete, die darauf ausgelegt ist, bewegliche Seeziele mit hoher Geschwindigkeit aus der oberen Atmosphäre heraus zu treffen.

China hat zudem Hyperschallwaffen in seiner YJ-Raketenserie entwickelt, darunter die YJ-19 und die YJ-20. Berichten zufolge können diese Raketen von Lenkwaffenkreuzern der Renhai-Klasse (Typ 055) sowie von H-6K-Bombern gestartet werden.

Ausbau der Marine

Das Kriegsschiff Typ 055, ein Kreuzer mit einer Verdrängung von über 10.000 Tonnen, gilt als eines der modernsten Schiffe in Chinas Flotte. Berichte zufolge wurden YJ-20-Hyperschallraketen erfolgreich von diesen Schiffen getestet.

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Peking hat zudem das U-Boot der Tang-Klasse (Typ 096) eingeführt, das als schwer ortbar beschrieben wird und in der Lage sein soll, Atomraketen zu starten, die die Vereinigten Staaten vom Südchinesischen Meer aus erreichen könnten.

China baut außerdem den Einsatz großer Drohnensysteme aus, die von größeren Marineplattformen aus eingesetzt werden könnten.

Zunehmende Spannungen

Die militärischen Entwicklungen erfolgen vor dem Hintergrund wachsender Spannungen um Taiwan. Die Vereinigten Staaten bleiben der wichtigste Waffenlieferant der Insel, erkennen sie jedoch nicht formell als unabhängigen Staat an.

Im Dezember kündigte das US-Außenministerium ein vorgeschlagenes Rüstungspaket im Wert von 11,1 Milliarden US-Dollar für Taiwan an, darunter Raketen, Artilleriesysteme und Drohnen. Der Plan bedarf noch der Zustimmung des Kongresses.

China reagierte mit groß angelegten Militärübungen rund um Taiwan. Unterdessen berichtete Taiwans Verteidigungsministerium kürzlich über das Eindringen chinesischer Flugzeuge und Schiffe in seine Luftverteidigungs-Identifikationszone.

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Drew Thompson, ein ehemaliger US-Verteidigungsbeamter, bezeichnete einen jüngsten chinesischen Raketentest als „ziemlich deutliches Signal“ und fügte hinzu: „China signalisiert, dass seine Zurückhaltung Grenzen hat und dass es bereit ist, seine mächtigsten Waffen einzusetzen, um Gegner abzuschrecken oder sie gegebenenfalls zu bestrafen, falls die Abschreckung versagt.“

Taiwans Präsident Lai Ching-te erklärte: „Die Beziehungen zwischen Taiwan und den USA sind felsenfest, und alle Kooperationsprojekte werden ohne Unterbrechung fortgesetzt.“

Quellen: Daily Express