Die Netze dienen als Schutz vor russischen Drohnen.
Gerade lesen andere
Da russische Drohnenangriffe sowohl im Umfang als auch in ihrer Reichweite weiter zunehmen, unternimmt die Ukraine Schritte zur Verstärkung ihrer Frontlinien.
Die Initiative erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem russische Drohnenangriffe weiter an Umfang und Reichweite gewinnen.
Straßenschutz-Offensive
Laut Reuters erklärte der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow am Mittwoch, dass das Land die Installation von Anti-Drohnen-Netzen über wichtigen Straßen in der Nähe von Kampfzonen beschleunigen wolle.
Bis zum Jahresende will Kiew 4.000 Kilometer Straßen abdecken.
Die Netze sollen militärische Versorgungsrouten und nahegelegene Gemeinden vor ferngesteuerten Fluggeräten schützen, da Russland Versorgungswege und rückwärtige Stützpunkte tief im ukrainischen Hinterland angreift.
Lesen Sie auch
Drohnen haben zudem Krankenhäuser, Infrastruktur und zivile Fahrzeuge getroffen.
Mehr Mittel
Fedorow sagte, dass dem Projekt zusätzliche Ressourcen zugewiesen würden. Weitere 1,6 Milliarden Hrywnja, etwa 37 Millionen US-Dollar, seien aus dem Staatshaushalt bereitgestellt worden, um die Abwehr gegen russische Drohnen zu verstärken.
Die Netze sollen die Propeller der Drohnen verfangen und so verhindern, dass sie vorgesehene Ziele wie Ausrüstung, Truppen oder Zivilisten erreichen.
„Allein in einem Monat haben wir das Tempo von 5 Kilometern pro Tag im Januar auf 12 Kilometer im Februar erhöht. Das hat die Sicherheit militärischer Bewegungen deutlich verbessert und das stabile Funktionieren der Frontgemeinden gewährleistet“, sagte Fedorow in der App Telegram.
Laut einem Bericht des Logistics Cluster verfügt die Ukraine allein über insgesamt 169.000 Kilometer Autobahn.
Lesen Sie auch
Ausbaupläne
Das Tempo soll in den kommenden Wochen weiter beschleunigt werden.
„Im März planen wir, 20 Kilometer Straßen pro Tag zu sichern. Bis zum Jahresende wollen wir weitere 4.000 Kilometer Straßennetz mit Anti-Drohnen-Schutz ausstatten“, sagte Fedorow.
Er fügte hinzu, dass die Ukraine auch den Bau von Befestigungsanlagen in den nordöstlichen Regionen Charkiw und Sumy sowie in der nördlichen Region Tschernihiw beschleunigen werde, die alle an Russland grenzen.
Quellen: Reuters