Überwachung wird oft mit Kameras, Spyware oder versteckten Kontrollsystemen in Verbindung gebracht.
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Überwachung wird oft mit Kameras, Spyware oder versteckten Kontrollsystemen in Verbindung gebracht.
Doch heute können gewöhnliche Geräte, die für Komfort und Sicherheit genutzt werden, im Hintergrund Daten sammeln.
Aktuelle Berichte und Verbraucherforschung deuten darauf hin, dass Technologien, auf die sich viele täglich verlassen, Signale erzeugen können, die Bewegungsmuster, Gewohnheiten und Verhaltensweisen offenlegen.
TechXplore berichtet, dass moderne Fahrzeuge Reifendruckkontrollsysteme verwenden, die einzigartige Funksignale aussenden.
Die Systeme dienen der Sicherheit, doch Forscher warnen, dass diese Signale möglicherweise abgefangen und zur Verfolgung eines Fahrzeugs über längere Zeit genutzt werden könnten.
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Kleine Signale, große Spuren
Reifendrucksensoren sind in vielen Ländern vorgeschrieben und übertragen kontinuierlich Daten an den Bordcomputer des Fahrzeugs. Laut TechXplore können diese Signale wie ein digitales Fingerabdruck wirken.
Das bedeutet, dass ein Fahrzeug theoretisch erkannt werden könnte, ohne auf GPS oder Kameras zurückzugreifen.
Die Technologie wurde nicht zur Verfolgung entwickelt, doch Datenschutzrisiken können entstehen, wenn drahtlose Systeme nicht vollständig abgesichert sind.
Der Smart-Home-Effekt
Autos sind nicht die einzigen Geräte, die Daten sammeln. Die New York Times Wirecutter berichtet, dass viele Smart-Home-Produkte Informationen über Nutzungsverhalten, Sprachbefehle und Netzwerkaktivität erfassen.
Ziel ist häufig die Verbesserung der Funktionalität und die Personalisierung von Diensten, doch Daten können je nach Einstellungen und Unternehmensrichtlinien auch an Hersteller oder Dritte weitergegeben werden.
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Verbraucher sind sich oft nicht bewusst, wie umfangreich diese Datensammlung ist oder wie lange Informationen gespeichert werden.
Das Smartphone in Ihrer Tasche
Smartphones gehören möglicherweise zu den leistungsfähigsten Datensammlern. Laut WeAreTechWomen können Geräte Standortdaten, App-Aktivitäten, Suchverhalten und Bewegungsmuster protokollieren, selbst wenn sie nicht aktiv genutzt werden.
Viele Anwendungen sammeln Hintergrunddaten, und Berechtigungen werden häufig ohne genaue Prüfung erteilt, sodass Unternehmen mehr Informationen erhalten, als Nutzern bewusst ist.
Zusammengenommen können Signale von Autos, Haushaltsgeräten und Mobiltelefonen ein detailliertes Bild des Alltags zeichnen.
Was Sie tun können
Verbraucherschützer empfehlen, Datenschutzeinstellungen auf Smartphones und smarten Geräten regelmäßig zu überprüfen und nicht notwendige Funktionen zu deaktivieren.
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Die Verbraucherorganisation Which? rät Smartphone-Besitzern, App-Berechtigungen anzupassen, Datenteilungseinstellungen zu prüfen und Sicherheitsfunktionen zu aktivieren, um persönliche Informationen besser zu schützen.
Eine Einschränkung des dauerhaften Standortzugriffs, die Begrenzung von Hintergrundaktivitäten und regelmäßige Updates können das Risiko verringern.
Überwachung erfolgt heute nicht zwingend über sichtbare Kameras. Sie kann durch alltägliche Signale der von uns genutzten Technologie stattfinden, weshalb Aufmerksamkeit und aktive Verwaltung der Einstellungen immer wichtiger werden.
Quellen: TechXplore; The New York Times Wirecutter; WeAreTechWomen; Which?