Nach einer tödlichen Konfrontation in Gewässern nahe Kuba steigen die Spannungen.
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Russland hat den Vereinigten Staaten laut der Nachrichtenagentur TASS, die sich auf von Reuters gemeldete Aussagen beruft, eine „aggressive Provokation“ vorgeworfen.
Hintergrund ist ein gewaltsamer Zwischenfall mit einem in Florida registrierten Schiff vor der kubanischen Küste.
„Dies ist eine aggressive Provokation der Vereinigten Staaten, die darauf abzielt, die Lage zu verschärfen und einen Konflikt auszulösen“, sagte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa.
Die Äußerungen folgten auf die Bestätigung kubanischer Behörden, dass vier Personen an Bord eines in den USA registrierten Schiffes getötet und sechs weitere verletzt wurden. Havanna sprach von einer „Konfrontation“ in den Hoheitsgewässern der Insel.
Tödliche Konfrontation
Das kubanische Innenministerium erklärte, es sei zu dem Zusammenstoß gekommen, als Grenzschützer das Schiff nahe der Insel abgefangen hätten.
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Vier Menschen an Bord seien dabei ums Leben gekommen, sechs weitere verletzt worden.
Nach Angaben kubanischer Behörden war das Schiff im US-Bundesstaat Florida registriert.
Details zum genauen Ablauf der Ereignisse sind bislang nur begrenzt bekannt. Unklar ist weiterhin, was zu der Konfrontation führte.
Washington reagiert
US-Außenminister Marco Rubio sagte vor Reportern, bei dem Vorfall habe es sich nicht um eine Operation der US-Regierung gehandelt. Er betonte, dass kein Mitglied der US-Regierung daran beteiligt gewesen sei.
Rubio fügte hinzu, die kubanischen Behörden hätten Washington über den Vorfall informiert. Die US-Botschaft in Havanna werde jedoch versuchen, die Geschehnisse unabhängig zu überprüfen.
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Seine Aussagen schienen darauf abzuzielen, die US-Regierung von dem Schiff und dessen Passagieren zu distanzieren.
Wachsende Spannungen
Der Vorfall ereignet sich in einer Phase zunehmender Spannungen zwischen Havanna und Washington.
Die Beziehungen haben sich weiter verschlechtert, nachdem venezolanische Präsident Nicolás Maduro Anfang Januar von US-Kräften festgenommen worden war und Caracas anschließend unter Druck aus Washington seine Öllieferungen an Kuba ausgesetzt hatte.
Die Vereinigten Staaten haben offen ihren Wunsch nach politischem Wandel in Kuba geäußert, einem Land mit 9,6 Millionen Einwohnern.
Washington übt weiterhin das aus, was es als maximalen Druck auf Havanna bezeichnet, und argumentiert, der rund 150 Kilometer vor der Küste Floridas gelegene Inselstaat stelle eine „außergewöhnliche Bedrohung“ für die nationale Sicherheit der USA dar.
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Quellen: Reuters, TASS, Digi24