Viele Hundebesitzer kennen die Situation: Noch bevor der Schlüssel im Schloss steckt, wartet der Hund bereits an der Tür.
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Oft wird angenommen, das liege an außergewöhnlich gutem Gehör oder reiner Anhänglichkeit. Doch laut einem Bericht von Wales Online steckt mehr dahinter.
Routine statt Zufall
Chris Maxted, Geschäftsführer des britischen Unternehmens Dog-G8, erklärt, dass Hunde wahre Meister im Erkennen von Mustern sind.
„Hunde sind Meister darin, kleinste Veränderungen in ihrer Umgebung wahrzunehmen“, sagt er. „Sie verfolgen Muster, und Ihre Heimkehr ist eines der vorhersehbarsten Ereignisse ihres Tages.“
Entgegen der verbreiteten Annahme reagieren Hunde nicht nur auf Motorengeräusche.
„Besitzer glauben oft, ihr Hund höre den Motor schon von weitem. Aber in vielen Fällen erwarten Hunde Ihre Ankunft bereits, bevor Sie überhaupt in die Straße einbiegen“, so Maxted.
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Tageszeit, vertraute Geräusche aus der Nachbarschaft, Lichtveränderungen oder Bewegungen im Haus – all diese Faktoren können für Hunde zu Signalen werden.
Kommt eine Person regelmäßig zur gleichen Zeit nach Hause, verknüpft der Hund diese Hinweise mit dem bevorstehenden Ereignis.
Der Geruch als innere Uhr
Neben Routinen spielt möglicherweise auch der Geruchssinn eine Rolle. Forschende im Bereich der Hundekognition untersuchen die Theorie, dass sich die Duftkonzentration einer Person im Laufe des Tages verändert.
„Wenn Ihr Geruch im Laufe des Tages verblasst, kann er eine Art sensorischer Marker sein. Erreicht er einen bestimmten Punkt und trifft auf gewohnte Hinweise, könnte Ihr Hund Ihre Rückkehr erwarten“, erklärt Maxted.
Die Tür als „Erwartungsort“
Auch der Eingangsbereich selbst wird für Hunde bedeutsam.
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„Die Haustür ist in den meisten Haushalten ein Ort voller Energie. Dort beginnen Spaziergänge, kommen Lieferungen an, und dort gehen und kommen Besitzer“, sagt Maxted.
Deshalb zeigen manche Hunde kurz vor der üblichen Ankunftszeit besondere Unruhe.
Experten raten, Begrüßungen ruhig zu gestalten und erwünschtes Verhalten zu belohnen, damit aus Vorfreude keine übermäßige Aufregung wird.
Quellen: Wales Online, Express