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Russische Hardliner vollziehen Kehrtwende bei Trump: „Er ist eine Bedrohung für die ganze Welt“

Donald Trump
Lucas Parker / Shutterstock

Donald Trump galt für viele russische Kommentatoren einst als ein Politiker, der möglicherweise eine weniger konfrontative Politik gegenüber Moskau verfolgen würde.

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Einige nationalistische Stimmen in Russland hofften sogar, dass seine Präsidentschaft die Einheit des Westens schwächen könnte.

Doch die jüngsten Ereignisse im Nahen Osten scheinen diese Wahrnehmung zu verändern.

Wachsende Besorgnis

Trumps Angriff auf Iran hat einige russische Hardliner verunsichert, die nun befürchten, dass dieser Schritt Moskaus globale Position schwächen könnte.

Laut Reuters warnen Persönlichkeiten aus russischen nationalistischen und kremlnahen Kreisen inzwischen, dass der US-Präsident zu einer ernsthaften Bedrohung für russische Interessen werden könnte.

Diese Sorgen hängen teilweise mit der Möglichkeit zusammen, dass amerikanische Maßnahmen in der Region den Einfluss von Staaten verringern könnten, die traditionell enge Beziehungen zu Moskau gepflegt haben.

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Scharfe Kritik

Der russische nationalistische Unternehmer Konstantin Malofejew warnte, dass die Vereinigten Staaten zu einer Gefahr für die globale Stabilität werden könnten.

„Ein prinzipienloses Amerika stellt eine Bedrohung für die ganze Welt dar. Mit genau diesem Amerika versuchen wir über die Ukraine zu verhandeln. Ja, sie wollen ein schwaches Europa. Aber sie wollen auch ein schwaches Russland“, sagte ein hochrangiger Kremlbeamter laut Reuters.

Die Aussagen spiegeln eine wachsende Unruhe unter russischen Kommentatoren über die Richtung der US-Außenpolitik wider.

Zweifel an Verhandlungen

Einige russische Analysten stellen inzwischen infrage, ob Moskau sich auf Vereinbarungen mit Trump verlassen kann.

Der Militärblogger Boris Roschin argumentierte, dass es riskant wäre, auf Abkommen mit Washington zu vertrauen.

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„Ernsthaft auf irgendwelche Abkommen oder Vereinbarungen mit ihm zu zählen, ist entweder Dummheit oder Verrat“, sagte Roschin.

Nach Ansicht einiger Kommentatoren könne den Vereinigten Staaten nach der Eskalation mit Iran nicht mehr vertraut werden.

Druck auf Verbündete

Russische Beobachter befürchten außerdem, dass Washingtons Vorgehen mehrere Regierungen schwächen könnte, die als Moskau freundlich gesinnt gelten.

Analysten verweisen auf den Druck auf Führungspersonen wie Syriens Baschar al-Assad, Venezuelas Nicolás Maduro und Irans früheren Obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei.

Trotz der Kritik nationalistischer Stimmen vermeidet es der Kreml, Trump offen anzugreifen, und hält weiterhin diplomatische Gespräche mit Washington aufrecht.

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Quellen: Reuters; WP.