Donald Trump hat den Iran nach US-amerikanischen und israelischen Angriffen auf das Land wiederholt als geschwächten Gegner dargestellt.
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Washington hat darauf bestanden, dass die militärischen Fähigkeiten Teherans während des andauernden Konflikts stark beschädigt wurden.
Aber der Iran scheint bestrebt zu sein, ein anderes Bild zu präsentieren. Äußerungen seiner Führung deuten darauf hin, dass das Land in der Konfrontation möglicherweise nicht allein dasteht.
Militärische Unterstützung
Der iranische Außenminister Abbas Araghchi hat erklärt, dass Russland und China Teheran im Rahmen ihrer umfassenderen strategischen Partnerschaft militärische Unterstützung gewähren.
Laut Politico, zitiert von United24Media, machte Araghchi die Bemerkungen während eines Interviews mit dem Fernsehsender MS NOW.
„In der Vergangenheit hatten wir eine enge Zusammenarbeit, die bis heute andauert, und dazu gehört auch militärische Unterstützung“, sagte Araghchi.
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Er fügte hinzu, dass der Iran umfangreiche Beziehungen zu Moskau und Peking unterhält.
„Wir hatten eine gute Zusammenarbeit mit diesen Ländern – politisch, wirtschaftlich, sogar militärisch.“
Wachsende Spannungen
Araghchi bezeichnete Moskau und Peking als strategische Partner in einer Zeit, in der die Spannungen zwischen dem Iran, den Vereinigten Staaten und Israel hoch bleiben.
Seine Kommentare erfolgen inmitten einer umfassenderen Eskalation, an der der Iran und vom Westen unterstützte regionale Akteure beteiligt sind.
US-Präsident Donald Trump hat zuvor angedeutet, dass der russische Präsident Wladimir Putin dem Iran möglicherweise als Reaktion auf die finanzielle und militärische Unterstützung Washingtons für die Ukraine hilft.
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Straße von Hormus
Der iranische Außenminister sprach auch die Situation in der Straße von Hormus an, einer der wichtigsten Energietransportrouten der Welt.
Laut Politico hat Teheran selektive Beschränkungen für Schiffe von Ländern verhängt, die es als feindlich betrachtet.
„Die Straße ist nicht geschlossen. Sie ist nur für amerikanische und israelische Schiffe und Tanker geschlossen, nicht für andere“, sagte Araghchi.
Die steigenden Spannungen in der Region haben die globalen Ölpreise bereits über 100 Dollar pro Barrel getrieben.
Sich vertiefende Beziehungen
Die Beziehungen zwischen dem Iran und Russland haben sich im letzten Jahrzehnt verstärkt, insbesondere im Verteidigungssektor.
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Der Iran hat Russland mit Shahed-Drohnen beliefert, die Moskau während seines Krieges gegen die Ukraine eingesetzt hat.
Der Iran hat auch die Zusammenarbeit mit China ausgebaut.
Im Jahr 2021 unterzeichnete Teheran mit Peking ein strategisches 25-Jahres-Abkommen, das langfristige Ölliefervereinbarungen beinhaltet.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat auch behauptet, dass Russland Drohnen und Geheimdienstinformationen an den Iran transferiert hat, die später bei Angriffen auf US-Militäreinrichtungen im Nahen Osten eingesetzt wurden.
Quellen: Politico, United24Media.