Das Fernsehen ist nach wie vor eines der wichtigsten Instrumente des Kremls, um ein Publikum in ganz Russland und in den von ihm kontrollierten Gebieten zu erreichen.
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Satellitensysteme spielen eine Schlüsselrolle bei der Verbreitung dieser Sendungen über weite Entfernungen und verbinden abgelegene Regionen mit zentralen Fernsehnetzen.
Ein kürzlicher technischer Ausfall hat Berichten zufolge zu erheblichen Störungen in diesem System geführt und Fernsehsignale in einem großen Teil des Landes beeinträchtigt.
Satellitenausfall
Der russische Telekommunikationssatellit Express-AT1 hat seinen Betrieb dauerhaft eingestellt, was zu erheblichen Störungen bei der Ausstrahlung staatlicher Fernsehsender geführt hat.
Laut Ukrinform wurden die Informationen auf Telegram vom Zentrum zur Bekämpfung von Desinformation (CCD) unter dem Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrat der Ukraine veröffentlicht.
“Am 11. März 2026 wurde der endgültige Ausfall des russischen Telekommunikationssatelliten ‘Express-AT1’ bekannt. Dies führte zu erheblichen Störungen bei der Ausstrahlung von Propaganda-Fernsehsendern von Kaliningrad bis in den Fernen Osten sowie in den vorübergehend besetzten Gebieten der Ukraine”, heißt es in der Erklärung.
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Versuche erfolglos
Der Satellit soll am 4. März seinen Betrieb eingestellt haben, und Versuche, ihn wieder in Betrieb zu nehmen, waren erfolglos.
Beamte haben den Satelliten nun offiziell für verloren erklärt.
Express-AT1 wurde von dem russischen Staatsunternehmen Kosmicheskaya Svyaz (Space Communications) betrieben.
Sendebetrieb betroffen
Die Störungen haben mehrere große Fernsehbetreiber beeinträchtigt.
Laut dem CCD gehören zu den betroffenen Diensten Tricolor, NTV-Plus und Russkiy Mir, eine Plattform, die speziell für die Ausstrahlung von Fernsehprogrammen in russisch besetzten Gebieten geschaffen wurde.
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Der Betreiber Russkiy Mir, der zur Verbreitung russischer Fernsehsender in besetzten Gebieten der Ukraine eingesetzt wird, ist Berichten zufolge nun vollständig lahmgelegt.
Auswirkungen von Sanktionen
Das Zentrum zur Bekämpfung von Desinformation wies darauf hin, dass der Satellit ursprünglich bis 2030 in Betrieb bleiben sollte.
Sein vorzeitiger Ausfall, so das Zentrum, verdeutliche die umfassenderen technologischen Schwierigkeiten, mit denen Russland unter internationalen Sanktionen konfrontiert sei.
Im Jahr 2024 hatte Russland geplant, 40 Weltraumstarts durchzuführen, führte aber letztendlich nur 17 durch.
Laut dem CCD zeigt die Situation, dass der Kreml zwar weiterhin stark in militärische Fähigkeiten investiert, Teile der Weltrauminfrastruktur des Landes jedoch verfallen.
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Quellen: Ukrinform, Zentrum zur Bekämpfung von Desinformation (NSDC Ukraine)