Startseite Welt „In Wirklichkeit bespitzeln sie einander“: Russland verteidigt Ungarn nach Informationslecks

„In Wirklichkeit bespitzeln sie einander“: Russland verteidigt Ungarn nach Informationslecks

„In Wirklichkeit bespitzeln sie einander“: Russland verteidigt Ungarn nach Informationslecks
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Ungarn pflegt seit langem engere Beziehungen zu Russland als viele seiner Partner in der Europäischen Union.

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Die Regierung von Viktor Orbán hat wiederholt eine vorsichtigere Haltung zu Sanktionen und zur Zusammenarbeit mit Moskau eingenommen.

Diese Beziehung hat Budapest oft in Konflikt mit anderen EU-Staaten gebracht, insbesondere seit Beginn des Krieges in der Ukraine.

Nun unterstreichen neue Vorwürfe und Russlands rasche Verteidigung Ungarns erneut diese schwierige Partnerschaft.

Moskau unterstützt Budapest

Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, hat die Regierung Ungarns unter der Führung von Ministerpräsident Viktor Orbán öffentlich verteidigt.

„Zunächst einmal müssen wir die Verdienste seiner Führungskräfte anerkennen, die im Laufe der Jahre ehrlich erklärt haben, dass sie weder russischen noch anderen Direktiven folgen“, sagte sie.

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Sacharowa fügte hinzu, dass Ungarn nationale Interessen und die Bedürfnisse seiner Bürger priorisiere.

EU-Bedenken wachsen

Die Kommentare kommen, nachdem Berichte aufgetaucht sind, wonach Ungarns Außenminister Peter Szijjarto möglicherweise sensible Informationen mit Russland geteilt hat.

Laut der Europäischen Kommission sind die Vorwürfe „sehr besorgniserregend“, da sie sich auf nicht-öffentliche Diskussionen zwischen EU-Außenministern beziehen.

Sacharowa nutzte die Berichte, um die EU zu kritisieren und behauptete, es herrsche internes Misstrauen zwischen ihren Mitgliedern.

Behauptungen und Dementis

„Sie präsentieren sich als Verbündete und pflegen eine berüchtigte Pseudo-Einheit, aber in Wirklichkeit bespitzeln sie einander“, sagte sie.

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Unterdessen hat Szijjarto die Vorwürfe zurückgewiesen. Auf X wies er die Berichte als „Gerüchte“ zurück.

Zusätzliche Behauptungen haben die Spannungen noch verstärkt. Die Washington Post berichtete, dass der russische Auslandsgeheimdienst ein Attentat auf Viktor Orbán als Teil einer politischen Operation in Erwägung gezogen habe.

Derselbe Bericht behauptete, dass Szijjarto häufigen Kontakt zum russischen Außenminister Sergei Lawrow pflegte und Updates von EU-Treffen weitergab.

Diese Behauptungen wurden nicht unabhängig bestätigt.

Quellen: EFE, TASS, Europäische Kommission, The Washington Post

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