Ein offenes Gespräch mit jungen Menschen in Australien hat die wachsende Debatte über soziale Medien und ihre Auswirkungen hervorgehoben.
Während eines Besuchs in Melbourne sprach die Herzogin von Sussex über ihre persönlichen Erfahrungen im Internet und schilderte ein Jahrzehnt anhaltenden Missbrauchs.
Laut The Express äußerte Meghan diese Bemerkungen an der Swinburne University of Technology bei einem Treffen mit Jugendvertretern, die sich auf psychische Gesundheit konzentrieren.
Sie sagte: „Seit nunmehr 10 Jahren, jeden Tag über 10 Jahre hinweg, wurde ich gemobbt und angegriffen. Und ich war die am meisten getrollte Person der ganzen Welt.“
Politischer Fokus
Prinz Harry nutzte die Diskussion, um auf umfassendere regulatorische Maßnahmen hinzuweisen, und stellte das Thema als Frage der Verantwortung von Technologieunternehmen dar.
Er lobte Australiens Entscheidung, den Zugang zu sozialen Medien für unter 16-Jährige einzuschränken, und sagte: „Australien hat die Führung übernommen.“
„Alles, was ich sagen kann, ist aus Sicht von Verantwortung und Führung – großartig“, fügte er hinzu und räumte ein, dass es weiterhin Debatten über solche Maßnahmen gebe.
Harry argumentierte, dass die Plattformen selbst Verantwortung für die Sicherheit der Nutzer tragen sollten und diese nicht allein jungen Menschen überlassen werden dürfe.
„Es hätte niemals, unter keinen Umständen, zu einem Verbot kommen dürfen“, sagte er und stellte infrage, welche Schritte auf solche Maßnahmen folgen sollten.
Stellungnahme
Meghan sagte der Gruppe, ihre Erfahrungen spiegelten umfassendere Probleme innerhalb der Social-Media-Landschaft wider.
„Und ich kann dazu wirklich persönlich sprechen, weshalb ich gerne zuhöre, weil es für mich auf sehr reale Weise zutrifft“, sagte sie.
Sie deutete an, dass große Plattformen so strukturiert seien, dass sie negatives Verhalten und Engagement belohnen, und beschrieb die Branche als von Anreizen getrieben, die schädliche Inhalte für Klicks priorisieren.
Botschaft an die Jugend
Die Herzogin ermutigte junge Menschen, trotz dieses Drucks widerstandsfähig zu bleiben.
„Ich bin immer noch hier“, sagte sie und stellte ihre Erfahrung als etwas dar, das sie durchgestanden hat, anstatt davon definiert zu werden.
Laut The Express nahm das Paar während seines Besuchs auch an einem Spaziergang entlang des Yarra River in Melbourne teil, der Aufmerksamkeit von Passanten auf sich zog.
Sie haben wiederholt Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen sozialer Medien geäußert und stärkere Schutzmaßnahmen für Nutzer gefordert, insbesondere für jüngere Zielgruppen.
Quellen: The Express