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Ryanair ändert Regeln: Früheres Check-in könnte Reisende den Flug kosten

Ryanair
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Flugreisende müssen möglicherweise bald überdenken, wie früh sie am Flughafen ankommen.

Eine neue Richtlinie von Ryanair könnte unvorbereitete Passagiere überraschen, wie L’Indépendant berichte.

Frühere Fristen

Ryanair führe strengere Regeln für das Check-in und die Gepäckaufgabe bei seinen Flügen ein.

Laut L’Indépendant werde die Fluggesellschaft diese Dienste ab dem 10. November 60 Minuten vor Abflug schließen.

Zuvor hätten Passagiere das Check-in noch bis zu 40 Minuten vor dem Start abschließen können.

Die Änderung bedeute, dass Reisende früher anreisen müssten, um ihre Flüge nicht zu verpassen.

Grund für die Änderung

Die Fluggesellschaft gebe an, die Maßnahme ziele darauf ab, der zunehmenden Überlastung an europäischen Flughäfen entgegenzuwirken.

Laut L’Indépendant seien längere Warteschlangen bei der Sicherheits- und Passkontrolle aufgrund von Personalmangel und gestiegenen Passagierzahlen zu einem großen Problem geworden.

Ryanair erkläre, frühere Fristen gäben den Passagieren mehr Zeit, diese Kontrollen zu passieren.

Das Unternehmen hoffe zudem, die Anzahl der Personen zu reduzieren, die Flüge aufgrund von Verspätungen am Flughafen verpassten.

Betroffene Passagiere

Nicht alle Reisenden spürten die Auswirkungen gleichermaßen.

Laut L’Indépendant müssten etwa 20 % der Passagiere – hauptsächlich jene, die Gepäck aufgäben – ihre Pläne anpassen.

Diese Reisenden seien eher auf Flughafendienste angewiesen, die nun früher schlössen.

Die Fluggesellschaft teile mit, die meisten Kunden checkten bereits online ein und begäben sich direkt zur Sicherheitskontrolle.

Fokus auf Pünktlichkeit

Ryanair habe die Änderung mit der Verbesserung der Pünktlichkeit bei Abflügen in Verbindung gebracht.

Laut L’Indépendant wolle die Fluggesellschaft den Passagierfluss optimieren und Verspätungen in letzter Minute vermeiden.

Reisenden werde nun geraten, mindestens zwei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein, selbst bei Kurzstreckenflügen.

Die Richtlinie werde als kleine betriebliche Anpassung mit weitreichenderen Vorteilen beschrieben.

Angeblich begrenzte Auswirkungen

Die Fluggesellschaft bestehe darauf, dass die meisten Passagiere nicht stark betroffen seien.

Laut L’Indépendant gäben etwa 80 % der Kunden kein Gepäck auf und schlössen das Check-in bereits vor der Ankunft am Flughafen ab.

Diese Reisenden könnten weiterhin direkt zur Sicherheitskontrolle und zu den Flugsteigen gehen.

Wer jedoch auf das Check-in am Flughafen angewiesen sei, müsse möglicherweise mit größerem Zeitdruck rechnen.

Quellen: L’Indépendant