Der Präsident hat erneut für Ärger gesorgt – auf beiden Seiten des politischen Spektrums.
Eine riesige goldene Statue von Donald Trump hat in den Vereinigten Staaten heftige Empörung ausgelöst, nachdem Kritiker die Darstellung mit den Personenkulten autoritärer Herrscher verglichen hatten.
Das sechs Meter hohe Monument wurde am Donnerstag auf einem Golfplatz in Florida von dem Fernsehprediger John Mark Burns enthüllt, einem von Trumps prominentesten spirituellen Verbündeten.
Riesige Trump-Statue löst Kontroverse aus
Die Skulptur zeigt Trump mit erhobener geballter Faust – eine Geste, die er nach einem überlebten Attentatsversuch während einer Wahlkampfveranstaltung im Jahr 2024 machte.
Anhänger beschrieben die Statue als Symbol der Widerstandsfähigkeit und des göttlichen Schutzes, der den ehemaligen Präsidenten umgibt.
Kritiker reagierten jedoch gleichermaßen mit Unglauben in den sozialen Medien und konservativen Kreisen.
„So sieht Götzendienst aus“, schrieb Pastor Benjamin Cremer auf X, während er Bilder von der Enthüllungszeremonie teilte.
Unter vielen religiösen Konservativen wiegen Anschuldigungen des Götzendienstes schwer, insbesondere da evangelikale christliche Wähler weiterhin eine von Trumps stärksten politischen Basen bilden.
Diktatorenvergleiche kommen auf
Die Reaktion weitete sich schnell über die religiöse Kritik hinaus aus.
Mehrere Kommentatoren verglichen das riesige goldene Monument mit Statuen, die historisch mit autoritären Führern und Personenkulten in Verbindung gebracht werden.
Der konservative Autor Rod Dreher zog Berichten zufolge Parallelen zum ehemaligen irakischen Diktator Saddam Hussein, dessen massive Statuen einst während seiner Herrschaft Bagdad dominierten.
Der politische Kommentator Harry Sisson zog ähnliche Vergleiche mit dem nordkoreanischen Führer Kim Jong Un und den riesigen Bronzemonumenten, die in Pjöngjang ausgestellt sind.
Trump nimmt aus der Ferne an Zeremonie teil
Trump selbst nahm Berichten zufolge telefonisch an der Enthüllungsveranstaltung teil und lobte Burns öffentlich.
„Er ist ein guter Pastor. Er ist ein guter Mann“, sagte Donald Trump während der Zeremonie, wie Newsweek berichtete.
Burns wies später Anschuldigungen zurück, die Statue stelle religiöse Verehrung dar.
Der Fernsehprediger argumentierte, dass die Ehrung Trumps nicht mit einer Stellung über Gott verwechselt werden dürfe, und bestand darauf, dass die Zeremonie Bewunderung statt Hingabe widerspiegele.
Die Debatte um das Monument fügt der zunehmend intensiven politischen Symbolik rund um Trumps Bewegung nun eine weitere Ebene hinzu, während der ehemalige Präsident weiterhin die Aufmerksamkeit innerhalb der amerikanischen Politik dominiert.