Russische Streitkräfte starteten nur wenige Stunden nach dem Ende einer temporären Waffenruhe zwischen der Ukraine und Russland einen neuen nächtlichen Drohnenangriff auf Kyjiw.
Russische Streitkräfte starteten nur wenige Stunden nach dem Ende einer temporären Waffenruhe zwischen der Ukraine und Russland einen neuen nächtlichen Drohnenangriff auf Kyjiw.
Explosionen waren in der ukrainischen Hauptstadt zu hören, während die Luftabwehr auf Dutzende anfliegende Drohnen reagierte.
Wohngebäude getroffen
Laut Kyiv Independent trafen Trümmer abgeschossener Drohnen in den frühen Morgenstunden des 12. Mai ein Wohngebäude im Kyjiwer Stadtteil Obolon.
Lokale Behörden erklärten, dass nach dem Angriff ein Feuer auf dem Dach des 16-stöckigen Gebäudes ausbrach.
Opfer wurden zunächst nicht gemeldet, während Einsatzkräfte zum Ort des Geschehens eilten.
Schäden auch außerhalb Kyjiws
Behörden meldeten zudem Schäden in umliegenden Gebieten der Oblast Kyjiw.
Regionalgouverneur Mykola Kalaschnyk sagte, dass ein Kindergarten und mehrere Wohnhäuser in der Stadt Fastiw während des nächtlichen Angriffs beschädigt wurden.
Das vollständige Ausmaß der Zerstörung war zunächst unklar.
Waffenruhe zerfällt schnell
Die Angriffe erfolgten kurz nach dem Ende einer vorübergehenden, von den USA vermittelten Waffenruhe nach mehreren Tagen relativer Ruhe.
Während der Kampfpause gingen großangelegte Luftangriffe zurück, obwohl die Ukraine weiterhin vereinzelte russische Drohnen- und Raketenangriffe meldete.
Der jüngste Angriff signalisiert eine schnelle Rückkehr zu intensiveren Kampfhandlungen zwischen beiden Seiten.
Friedensbemühungen bleiben unsicher
Laut Kyiv Independent versuchen die USA erneut, eine vorübergehende Waffenruhe zwischen Moskau und Kyjiw voranzutreiben, nachdem die Verhandlungen monatelang stagnierten.
Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, die Ukraine werde auf weitreichende Angriffe gegen russische Ziele verzichten, wenn Moskau keine massiven Angriffe auf ukrainische Städte durchführe.
Russland setzt seit Beginn des Krieges regelmäßige Drohnen- und Raketenangriffe auf ukrainische zivile Infrastruktur fort.
Spannungen bleiben hoch
Die erneuten Angriffe erfolgen vor dem Hintergrund wachsender Unsicherheit darüber, ob diplomatische Bemühungen den Konflikt eindämmen können.
Bewohner Kyjiws mussten in der Nacht erneut Schutzräume aufsuchen, während Luftalarm über der Hauptstadt ausgelöst wurde.
Quellen: Kyiv Independent