Mazda verschiebt seine Elektroauto-Ambitionen erneut und konzentriert sich stattdessen stärker auf Hybridfahrzeuge und klassische Verbrennungsmotoren.
Mazda verschiebt seine Elektroauto-Ambitionen erneut und konzentriert sich stattdessen stärker auf Hybridfahrzeuge und klassische Verbrennungsmotoren.
Der japanische Autobauer erklärt, man wolle keine übermäßigen Ausgaben für EVs riskieren, während die weltweite Nachfrage nach Hybridautos weiter wächst.
Mazda verschiebt wichtigen EV-Start
Laut Autoblog und Automotive News wird Mazdas erstes vollständig eigenentwickeltes Elektroauto nun frühestens 2029 erwartet.
Das Unternehmen hatte den Marktstart bereits zuvor von 2027 auf 2028 verschoben.
Zudem reduziert Mazda Berichten zufolge seine geplanten EV-Investitionen um fast die Hälfte, während die langfristige Nachfrage nach Elektroautos neu bewertet wird.
Hybride werden zur Priorität
Anstatt die Produktion von Elektroautos schnell auszubauen, will Mazda in den kommenden Jahren stärker auf Hybridtechnologie setzen.
CEO Masahiro Moro erklärte, das Unternehmen sei „vorsichtig“ gewesen, sich nicht zu aggressiv auf Elektroautos festzulegen.
Mazda plant nun mehrere neue Hybridmodelle zwischen 2028 und 2030, darunter Fahrzeuge mit der neuen Skyactiv-Z-Motorplattform.
Autobauer überdenken EV-Strategien
Der Schritt spiegelt einen breiteren Wandel in Teilen der globalen Autoindustrie wider.
Mehrere große Hersteller haben zuletzt ihre EV-Ziele verlangsamt oder angepasst, da das Wachstum der Nachfrage nach Elektroautos in einigen Märkten unberechenbarer geworden ist.
Gleichzeitig erleben Hybridfahrzeuge einen deutlichen Aufschwung, da Käufer bessere Effizienz suchen, ohne vollständig auf Elektroautos umzusteigen.
Mazda will hohe Verluste vermeiden
Mazda glaubt, dass der vorsichtige Ansatz helfen könnte, die hohen finanziellen Verluste zu vermeiden, die andere Hersteller bereits erlebt haben.
Autoblog verwies darauf, dass Unternehmen wie Ford, General Motors und Stellantis in den vergangenen Jahren erhebliche EV-Kosten und Umstrukturierungen verkraften mussten.
Das Unternehmen plant außerdem weiterhin EV-Partnerschaften und Produktion im Ausland, um die Nachfrage in bestimmten Märkten zu bedienen.
Chinesische EVs bleiben wichtig
Trotz der Verzögerung der eigenen EV-Plattform will Mazda weiterhin Elektroautos anbieten, die gemeinsam mit chinesischen Produktionspartnern entwickelt werden.
Modelle wie der EZ-60-Crossover und die EZ-6-Limousine sollen Mazdas Elektrifizierungsstrategie in internationalen Märkten unterstützen.
Chinesische Hersteller und Zulieferer spielen in der globalen EV-Industrie weiterhin eine immer größere Rolle.
Branche tritt in unsichere Phase ein
Die Verlangsamung von Mazdas EV-Plänen zeigt die wachsende Unsicherheit darüber, wie schnell Autofahrer tatsächlich vollständig auf Verbrenner verzichten werden.
Analysten sagen, dass viele Hersteller inzwischen versuchen, Investitionen in Elektroautos mit der weiterhin starken Nachfrage nach Hybriden und Verbrennungsmotoren auszubalancieren.
Mazda scheint derzeit darauf zu setzen, dass Flexibilität — statt einer aggressiven EV-Only-Strategie — in den kommenden Jahren profitabler sein könnte.
Quellen: Autoblog, Automotive News