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Einblick in Ukraines verzweifelten Kampf zum Schutz der Schwarzmeerhäfen

Ukraine Soldier
: hurricanehank / Shutterstock.com

Die Ukraine setzt zunehmend auf improvisierte Marinetechnologie und schwimmende Drohnenabwehrplattformen, um ihre verbleibenden Schwarzmeer-Handelsrouten zu schützen, während russische Angriffe um Odessa intensiver werden.

Militärvertreter erklären, der Kampf um die Kontrolle der Küstenlinie habe sich weit über die traditionelle Seekriegsführung hinaus verlagert, wobei kleine Boote, Seedrohnen und mobile Flugabwehreinheiten nun eine zentrale Rolle spielten, berichtet der Kyiv Independent.

Neue Marinetaktiken

Laut dem Kyiv Independent hat die ukrainische Marine den Einsatz von bewaffneten Kuttern, umgebauten Landungsbooten und unbemannten Seefahrtsystemen ausgeweitet, um russische Drohnen- und Raketenangriffe über dem Schwarzen Meer abzuwehren.

Marinesprecher Dmytro Pletenchuk sagte, die ukrainischen Streitkräfte hätten sich schnell anpassen müssen, da die Geografie Odesas wenig Raum für traditionelle Küstenverteidigungen lasse.

„Das Hauptproblem bei der Abwehr von Drohnen in Odessa, das in anderen Städten nicht existiert, ist, dass hier Odessa ist und hier das Meer“, sagte Pletenchuk.

Der Bericht beschreibt, wie ukrainische Besatzungen nun kontinuierlich mit kleineren Schiffen patrouillieren, die mit Maschinengewehren und Flugabwehrsystemen ausgestattet sind. Einige ältere Rettungs- und Patrouillenboote wurden ebenfalls für Kampfeinsätze umfunktioniert.

Drohnen auf See

Die Ukraine entwickelt auch Seedrohnen, die in der Lage sind, Abfangdrohnen und automatische Waffensysteme zu tragen.

Pletenchuk erklärte dem Medium, dass Seedrohnen zunehmend als mobile Kampfplattformen eingesetzt würden, anstatt als einmalige Angriffssysteme.

Er verwies auf eine jüngste Operation, bei der ukrainische Seedrohnen Berichten zufolge einen russischen Hubschrauber unter Verwendung einer Kombination aus FPV-Drohnen und bordeigenen Waffen angegriffen hätten.

Die ukrainische Marine hat zudem mit der Stationierung der im Inland entwickelten unbemannten Seeplattform Sargan-3000 begonnen, nachdem diese Anfang dieses Jahres getestet wurde.

Häfen unter Druck

Russland hat die Angriffe auf die Hafenregion Odessa intensiviert, nachdem es in früheren Kriegsphasen nicht gelungen war, die ukrainischen Exporte auf See vollständig zu blockieren.

Die Häfen von Odessa, Tschornomorsk und Piwdenne bleiben Ukraines wichtigste Seehandelshäfen, die kritische Exporte wie Getreide und Sonnenblumenöl abwickeln.

Dem Bericht zufolge zielen die wiederholten Angriffe darauf ab, die ukrainische Wirtschaft zu schädigen und die Schifffahrtsaktivitäten im Schwarzmeer-Korridor zu stören.

Der Exporteur Constantine Sobol erklärte dem Kyiv Independent, dass einige internationale Käufer aufgrund der anhaltenden Sicherheitsrisiken um die ukrainischen Häfen zunehmend alternative Lieferanten suchten.

Strategischer Kampf

Trotz der Gefahr haben die ukrainischen Schifffahrtsoperationen fortgesetzt, während Marinepatrouillen sowohl Luftbedrohungen als auch Seeminen überwachen.

Militärvertreter sagen, das Schwarze Meer sei zu einem Testfeld für eine neue Art der Kriegsführung geworden, die auf Drohnen, Mobilität und ständiger Anpassung basiere.

Die Ukraine glaubt, dass die bei der Verteidigung ihres Seekorridors gesammelte Erfahrung zunehmend an Bedeutung gewinnen könnte, da globale Konflikte einen größeren Druck auf internationale Schifffahrtsrouten ausüben.

Quellen: Kyiv Independent