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„Wir werden Moskau kontrollieren“: Putin sieht sich wachsender Angst vor islamistischem Einfluss in Moskau gegenüber

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Russische Sicherheitsdienste haben Berichten zufolge prominente muslimische Persönlichkeiten festgenommen, nachdem gewarnt worden war, dass islamistische Gruppen während einer zukünftigen politischen Krise Einfluss in Moskau gewinnen könnten.

Russische Sicherheitsdienste haben Berichten zufolge Razzien gegen prominente muslimische Persönlichkeiten durchgeführt, während innerhalb des Kremls die Sorge über politische Instabilität und radikalen Einfluss wächst.
Die Maßnahmen folgten auf provokante Äußerungen eines ehemaligen tschetschenischen Vizeministerpräsidenten, der behauptete, die muslimische Bevölkerung Moskaus könne bei einem zukünftigen Zusammenbruch der Herrschaft Wladimir Putins zu einer entscheidenden Kraft werden.

Sicherheitsrazzien

Laut The Daily Express nahmen russische Behörden bei koordinierten Razzien in Moskau, Sankt Petersburg, Mordwinien und Saratow mehrere hochrangige muslimische Vertreter fest.

Zu den Festgenommenen gehörte Berichten zufolge Rail-Khazrat Asainow, amtierender Mufti von Mordwinien, während der ehemalige Mufti Kareliens, Visam Ali Bardvil, nach einem Vorfall am Moskauer Flughafen Scheremetjewo zu 15 Tagen Haft verurteilt wurde.

Weitere Festnahmen betrafen Berichten zufolge Geistliche aus Sankt Petersburg und der Region Saratow.

Die Festnahmen sollen mit Äußerungen des ehemaligen tschetschenischen Vizepremierministers Ruslan Kutajew zusammenhängen.

Sorgen im Kreml

Kutajew soll erklärt haben, dass die muslimische Bevölkerung Moskaus zu einer mächtigen Kraft werden würde, falls Putins Regierung geschwächt werde.

„Wir werden Moskau kontrollieren“, sagte er. „Zum richtigen Zeitpunkt werden wir handeln.“

Laut The Daily Express lösten seine Aussagen Besorgnis unter nationalistischen und kremlnahen Kommentatoren aus, die Untersuchungen gegen muslimische Organisationen mit Verbindungen zum Kreml forderten.

Das Medium berichtete, dass russische Sicherheitsdienste daraufhin die Überwachung der Geistlichen Verwaltung der Muslime Russlands, bekannt als DUM, verstärkten.

Sorgen über Extremismus

Kremlnahe Telegram-Kanäle behaupteten, Ermittler würden mögliche Verbindungen zwischen den festgenommenen Geistlichen, ausländischen Organisationen und der Muslimbruderschaft untersuchen.

Russland stuft die Muslimbruderschaft als terroristische Organisation ein.

Laut The Daily Express markiert die jüngste Operation einen Wandel in Moskaus Umgang mit Teilen des islamischen Establishments, das Putin und den Krieg in der Ukraine zuvor unterstützt hatte.

Russische Behörden hatten bereits zuvor bestimmte islamische Veröffentlichungen mit Verbindungen zu DUM als extremistisches Material eingestuft.

Wachsende Spannungen

Die Razzien erfolgen vor dem Hintergrund breiterer Sorgen innerhalb des Kremls über demografische Veränderungen und die zunehmende politische Sichtbarkeit der muslimischen Bevölkerung Russlands.

Kutajew deutete zudem an, dass zukünftige Unruhen direkte Mobilisierungen auf den Straßen Moskaus umfassen könnten, berichtet The Daily Express.

„Wir sind Menschen, die, wenn nötig, Köpfe abschlagen, Gebäude niederreißen und auf die Barrikaden gehen werden“, sagte er.

Die Äußerungen haben die Debatte in Russland über innere Sicherheit und die langfristige Stabilität von Putins Herrschaft weiter verschärft.

Quellen: The Daily Express