Startseite Nachrichten US-israelische Beziehungen verschlechtern sich: Pentagon erhöht Spionageabwehr-Warnstufe wegen mutmaßlicher Spionageaktivitäten

US-israelische Beziehungen verschlechtern sich: Pentagon erhöht Spionageabwehr-Warnstufe wegen mutmaßlicher Spionageaktivitäten

Pentagon
Alexander Kubitza / Wikimedia Commons

Das Pentagon hat Berichten zufolge seine Einschätzung der von Israel ausgehenden Spionageabwehrbedrohung auf die höchste Stufe angehoben, nachdem Sorgen über mutmaßliche Versuche aufgekommen waren, Informationen über hochrangige US-Beamte und interne Diskussionen der Trump-Regierung zum Nahen Osten zu sammeln.

Das Pentagon hat Berichten zufolge seine Einschätzung der von Israel ausgehenden Spionageabwehrbedrohung auf die höchste Stufe angehoben. Hintergrund sind Sorgen über mutmaßliche nachrichtendienstliche Aktivitäten, die sich gegen hochrangige US-Beamte richten sollen.

Die Berichte erscheinen in einer Phase erhöhter Spannungen rund um die US-Politik im Nahen Osten sowie laufender diplomatischer Bemühungen zur Bewältigung regionaler Konflikte.

Geheimdienstliche Bedenken

Laut Digi24 unter Berufung auf News.ro und Berichte von NBC News hat die Defense Intelligence Agency (DIA) Israels Spionagefähigkeiten als „kritisch“ eingestuft.

NBC News berichtete unter Berufung auf US-Beamte, Washington sei besorgt, dass Israel versucht haben könnte, Informationen über „die internen Beratungen und Entscheidungsprozesse der Trump-Regierung in Bezug auf Konflikte im Nahen Osten“ zu erhalten.

Die Bewertung umfasst Berichten zufolge sowohl menschliche Aufklärung als auch technische Überwachungsfähigkeiten.

Vorwürfe des Abhörens

Laut der von Digi24 zitierten New York Times zeigten sich US-Beamte zudem besorgt über mutmaßliche Versuche, Gespräche hochrangiger amerikanischer Vertreter zu überwachen.

Die Zeitung berichtete über Vorwürfe, wonach israelische Geheimdienste versucht haben könnten, Kommunikationsvorgänge von Steve Witkoff, dem Chefunterhändler von Präsident Donald Trump, sowie von Elbridge Colby, dem ranghöchsten politischen Beamten im Pentagon, abzufangen.

Die Berichte haben innerhalb von Teilen des US-Sicherheitsapparats Besorgnis ausgelöst.

Angespannte Beziehungen

Die Entwicklungen erfolgen vor dem Hintergrund von Berichten über zunehmende Spannungen zwischen Präsident Trump und dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu.

Laut Axios führten die beiden Politiker ein angespanntes Telefongespräch über Israels militärische Haltung im Libanon und umfassendere regionale Sicherheitsfragen.

Der Streit soll sich Berichten zufolge um die Sorge gedreht haben, dass israelische Maßnahmen laufende diplomatische Bemühungen der USA erschweren könnten.

Trump bestätigte später, ein schwieriges Gespräch mit Netanjahu geführt zu haben.

Regionaler Hintergrund

Laut Digi24 folgen die Spannungen auf die gemeinsame US-israelische Militärkampagne gegen Iran, die am 28. Februar begonnen hatte.

Seitdem setzt Washington seine diplomatischen Bemühungen zur Bewältigung von Konflikten im Nahen Osten fort, darunter Gespräche mit Iran und Entwicklungen im Libanon.

Die Berichte über verschärfte Spionageabwehrbedenken fügen den Beziehungen zwischen den beiden langjährigen Verbündeten eine weitere komplexe Dimension hinzu.

Quellen: Digi24, News.ro, NBC News, The New York Times, Axios