Ein Experte warnt, dass der Krieg in der Ukraine weiterhin festgefahren ist und in naher Zukunft kein Friedensabkommen zu erwarten ist.
Mehr als vier Jahre nach Russlands Invasion in der Ukraine bleiben die Friedensaussichten ungewiss.
Der Konflikt hat sich zu einem langwierigen Kampf entwickelt, in dem weder Moskau noch Kyjiw einen entscheidenden Durchbruch erzielen konnten.
Anthony Glees ist der Ansicht, dass die Entwicklungen auf dem Schlachtfeld nicht auf ein baldiges Ende des Konflikts hindeuten. Das sagte er in einem Interview mit dem Daily Express.
Dem Experten zufolge besteht weiterhin eine erhebliche Kluft zwischen den beiden Seiten, was ein Friedensabkommen kurzfristig schwer vorstellbar macht.
Pattsituation
Seit 2022 hat sich der Krieg von schnellen Offensiven zu einem zermürbenden Abnutzungskrieg entwickelt.
Gleichzeitig setzen beide Länder ihre Angriffe sowohl entlang der Frontlinie als auch tief im Gebiet des Gegners fort.
„Ich glaube nicht, dass dieser Krieg in absehbarer Zeit beendet sein wird – jedenfalls nicht im Sinne eines Friedensabkommens zwischen der Ukraine und Russland“, sagte Glees dem Daily Express.
Er weist darauf hin, dass die Kämpfe mit großer Intensität weitergehen, auch wenn sich die Gebietsveränderungen in vielen Regionen nur langsam vollziehen.
Ungewisse Zukunft
Laut dem Professor hat Russland nicht die Ergebnisse erzielt, die es sich zu Beginn der Invasion erhofft hatte, berichtet der Daily Express.
Deshalb geht er davon aus, dass der Konflikt noch lange andauern könnte.
„Die russische Kriegsmaschinerie ist nicht nur auf beschämende Weise zum Stillstand gekommen und in einem blutigen Krieg festgefahren, sondern seit Anfang 2026 hat die Ukraine mehr Territorium von Russland erobert, als Russland von der Ukraine einnehmen konnte“, sagte er.
Wie sich der Krieg in den kommenden Monaten entwickeln wird, hängt sowohl von der Lage auf dem Schlachtfeld als auch von diplomatischen Initiativen ab, die weiterhin versuchen, die Grundlage für eine künftige Friedenslösung zu schaffen.
Experte sieht weiterhin russische Bedrohung
Wir haben bereits zuvor darüber berichtet, dass andere europäische Experten davon ausgehen, dass der Krieg weit über die Ukraine hinausreichende Folgen haben könnte.
Der polnische Sicherheitsexperte Sławomir Dębski hat gewarnt, dass Russland trotz erheblicher militärischer Verluste seit der Invasion im Jahr 2022 weiterhin als ernsthafte sicherheitspolitische Herausforderung für Europa betrachtet werden sollte.
Er betont jedoch, dass Russland nach wie vor in der Lage sei, Instabilität zu schaffen und Druck auf europäische Länder auszuüben.
Dębski ist zudem der Ansicht, dass der Ausgang des Krieges erhebliche Auswirkungen auf die künftige Sicherheit Europas haben könnte.
Quelle: Daily Express