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Trump erzielt vorübergehenden Gerichtssieg im anhaltenden Zollstreit

Donald Trump
Joshua Sukoff / Shutterstock

Die Preise bleiben nach der jüngsten Entscheidung hoch.

Ein Rechtsstreit über eine der wichtigsten Handelspolitiken Donald Trumps ist noch lange nicht beendet, doch die Regierung hat dabei einen weiteren wichtigen Sieg errungen.

Ein Bundesberufungsgericht hat entschieden, ein Urteil einer Vorinstanz auszusetzen, wodurch die Regierung der Vereinigten Staaten weiterhin Trumps globalen Einfuhrzoll von 10 % erheben kann, während der umfassendere Fall das Justizsystem durchläuft.

Die Entscheidung betrifft eine kleine Gruppe von Klägern, die zuvor erfolgreich die Zölle angefochten hatten.

Zölle bleiben in Kraft

Laut Reuters bedeutet die Entscheidung des US-Berufungsgerichts für den Federal Circuit vom Donnerstag, dass drei Importeure die Abgaben vorerst weiterhin zahlen müssen, obwohl sie Anfang dieses Jahres ein günstiges Urteil erzielt hatten.

Ein Handelsgericht hatte am 7. Mai gegen die Zölle entschieden und zugunsten zweier Kleinunternehmen sowie des Bundesstaates Washington geurteilt, der die Zahlungen im Zusammenhang mit Käufen der University of Washington angefochten hatte.

Dieser Sieg erwies sich als kurzlebig.

Tage später legte die Trump-Regierung Berufung gegen die Entscheidung ein, woraufhin das Berufungsgericht das Urteil der Vorinstanz vorübergehend aussetzte. Die Entscheidung vom Donnerstag verlängert diese Aussetzung, während die rechtliche Anfechtung andauert.

Politik nach Rückschlag vor Oberstem Gerichtshof eingeführt

Trumps aktuelles 10-prozentiges Zollregime wurde im Februar nach einer schweren Niederlage vor dem Obersten Gerichtshof der USA eingeführt.

Das höchste Gericht hatte die meisten der im Jahr 2025 verhängten Zölle aufgehoben und die Regierung gezwungen, einen anderen rechtlichen Weg einzuschlagen.

Beamte reagierten, indem sie Abschnitt 122 des Handelsgesetzes von 1974 anführten, eine Bestimmung, die Präsidenten eine begrenzte Befugnis einräumt, unter bestimmten Umständen vorübergehende Einfuhrbeschränkungen zu verhängen.

Diese Befugnis wurde zur rechtlichen Grundlage für das neue globale Zollprogramm.

Unternehmen setzen Anfechtung fort

Der Rechtsstreit dreht sich darum, ob die Regierung Abschnitt 122 bei der Verhängung der Abgaben ordnungsgemäß angewendet hat.

Anwälte, die die Importeure vertreten, argumentieren, dass die Regierung ihre Befugnisse überschritten hat, während Anwälte der Regierung behaupten, dass die Zölle in die vom Kongress gewährten Befugnisse fallen.

Da das Berufungsgericht noch nicht über die Sache selbst entschieden hat, löst die Entscheidung vom Donnerstag den Streit nicht. Stattdessen bewahrt sie den Status quo, bis die Richter ein endgültiges Urteil fällen.

Die Zeit drängt für die Zukunft der Zölle

Ein weiterer Faktor könnte letztendlich das Schicksal der Politik bestimmen.

Das aktuelle Gesetz erlaubt, dass der 10-prozentige Zoll nur bis Juli in Kraft bleibt, es sei denn, der Kongress ergreift Maßnahmen zu seiner Verlängerung.

Das bedeutet, dass die Gesetzgeber sich bald mit einer Handelsmaßnahme befassen könnten, die bereits Gerichtsstreitigkeiten, politische Debatten und erneute Fragen über die Grenzen der präsidialen Autorität in der Wirtschaftspolitik ausgelöst hat.

Vorerst bleiben Importeure, die die Abgaben anfechten, den Zöllen unterworfen, während die Trump-Regierung zusätzliche Zeit gewinnt, um eine ihrer prominentesten Handelsinitiativen zu verteidigen.