Ein Experte erklärt, dass LED-Gesichtsmasken die Hautgesundheit verbessern können, sichtbare Ergebnisse jedoch oft erst nach mehreren Monaten regelmäßiger Anwendung auftreten.
LED-Gesichtsmasken haben sich im Jahr 2026 zu einem beliebten Hautpflegeprodukt entwickelt, da immer mehr Verbraucher lichtbasierte Technologien zu Hause nutzen.
Laut The Independent ist der in London tätige ästhetische Arzt Dr. Ahmed El Muntasar der Ansicht, dass die Masken wirksam sein können – allerdings nicht unbedingt schnell.
Viele der Geräte kosten mehrere Hundert Pfund. Daher stellt sich nicht nur die Frage, ob die Technologie funktioniert, sondern auch, was Nutzer realistischerweise erwarten können. Dr. Muntasar sagt: „Absolut, LED-Masken funktionieren.“
Er erklärt, dass LED-Behandlungen die natürlichen Prozesse der Haut durch Lichtenergie unterstützen können. Seiner Ansicht nach können sie unter anderem dazu beitragen, Entzündungen zu reduzieren, die Kollagenproduktion anzuregen und die Heilung der Haut zu fördern.
Ergebnisse brauchen Zeit
Laut dem Arzt ist eine LED-Behandlung keine schnelle Lösung. Die Auswirkungen auf die Hautfestigkeit werden in der Regel erst nach mehreren Monaten regelmäßiger Anwendung sichtbar, obwohl viele Nutzer bereits früher einen frischeren Teint bemerken.
Bei zu Akne neigender Haut können Verbesserungen schneller eintreten, und einige Anwender beobachten bereits innerhalb des ersten Monats sichtbare Veränderungen.
Der Experte betont jedoch, dass die Ergebnisse davon abhängen, welches Hautproblem behandelt wird.
Seine Empfehlung lautet, die Masken täglich oder zumindest fünfmal pro Woche zu verwenden. Die meisten Masken sind laut ihm für Behandlungen von etwa zehn Minuten pro Anwendung ausgelegt, berichtet The Independent.
Nicht jedes Licht ist gleich
Dem Experten zufolge gibt es drei Arten der Lichttherapie, die wissenschaftlich am besten belegt sind: rotes, nahinfrarotes und blaues Licht.
Rotes Licht wird mit der Kollagenproduktion und der Hautstruktur in Verbindung gebracht, während blaues Licht hauptsächlich zur Behandlung von Akne eingesetzt wird.
Grünes Licht kann seiner Ansicht nach möglicherweise bei Pigmentstörungen helfen, allerdings ist die wissenschaftliche Evidenz hierfür begrenzter. Nicht alle zusätzlichen Farben, mit denen manche Produkte beworben werden, genießen aus seiner Sicht dieselbe Unterstützung.
Für Verbraucher bedeutet das, dass die teuerste Maske mit den meisten Funktionen nicht zwangsläufig die beste Wahl ist. Entscheidend sind vielmehr die regelmäßige Anwendung und wissenschaftlich gut dokumentierte Lichtwellenlängen, berichtet The Independent.
Nicht alle Experten sind überzeugt
Nicht alle Experten sind jedoch gleichermaßen von der Wirksamkeit von LED-Masken überzeugt. Laut Harvard Health Publishing ist die Forschungslage weiterhin begrenzt.
Die Dermatologin Elizabeth Buzney von der Harvard Medical School beschreibt die LED-Therapie als ein vielversprechendes Forschungsfeld.
Gleichzeitig betont sie, dass die wissenschaftlichen Belege bislang nicht ausreichen, um die tatsächliche Wirksamkeit der Technologie eindeutig zu bestimmen.
Daher vertritt Harvard die Auffassung, dass es noch zu früh ist, die langfristige Wirksamkeit dieser Produkte zu beurteilen, auch wenn erste Ergebnisse bei bestimmten Hautproblemen vielversprechend erscheinen.
Quelle: The Independent, Harvard Health Publishing