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Chinas Militär wächst – und es fördert den Weltfrieden, sagt Peking

china kina Xi Jinping
Octavio Hoyos / Shutterstock.com

Jede Nation möchte sich innerhalb ihrer eigenen Grenzen sicher fühlen.

Während die Technologie voranschreitet und globale Mächte ihren Einflussbereich ausweiten, erscheinen traditionelle Sicherheitsnetze zunehmend dünner.

Nun zwingt eine deutliche neue Warnung ein Land dazu, nervös zum Himmel zu blicken.

Ein wachsender Schatten

Laut einem neuen Bericht des in Sydney ansässigen Lowy Institute sieht sich Australien einem eskalierenden Sicherheitsrisiko gegenüber. Der Thinktank veröffentlichte am Sonntag Erkenntnisse, die Pekings rasche militärische Expansion detailliert beschreiben.

Die Einschätzung besagt, dass China nun die Fähigkeit besitzt, einen direkten Raketenangriff auf australischem Boden zu starten.

Forscher verweisen auf einen stetigen Aufbau von Langstreckenwaffen und neuen künstlichen Inseln im Südchinesischen Meer.

Experten warnen, dass die Hauptgefahr von Waffen ausgeht, die von Schiffen und U-Booten abgefeuert werden. Die Bedrohung stützt sich zudem stark auf die ballistische Mittelstreckenrakete DF-27, die direkt vom chinesischen Festland gestartet werden kann.

Das Militär der Vereinigten Staaten hatte zuvor festgestellt, dass diese spezifische Waffe eine enorme Reichweite von 5.000 bis 8.000 Kilometern aufweist. Das Institut stellte jedoch klar, dass es lediglich physische Fähigkeiten misst und keine tatsächlichen politischen Absichten vorhersagt.

Peking weist Vorwürfe zurück

Chinesische Beamte wiesen die alarmierenden Schlussfolgerungen des Thinktanks rasch zurück. Bei einer Pressekonferenz am Montag bezeichnete Außenministeriumssprecher Lin Jian die Einschätzung als „ernsthaftes strategisches Fehlurteil“ der Forscher.

Der Sprecher betonte, Peking bleibe fest einer friedlichen Zukunft verpflichtet. Er sagte Reportern, „das Wachstum von Chinas Militärstärke stelle eine Zunahme der Kräfte für den Weltfrieden dar“, so die Nachrichtenagentur AFP.

Lin fügte hinzu, die anhaltende militärische Expansion diene ausschließlich dem Schutz der Nation. „Chinas Entwicklung militärischer Stärke ziele darauf ab, die nationale Souveränität, Sicherheit und Entwicklungsinteressen zu wahren, und richte sich nicht gegen ein bestimmtes Land“, erklärte er.

Er forderte unabhängige Gruppen zudem auf, „die sogenannte China-Bedrohung nicht länger hochzuspielen“ und bat sie, die globale Situation rational zu betrachten.

Strategiewechsel

Der jüngste Thinktank-Bericht beleuchtet eine Realität, die australische Verteidigungsbeamte bereits anerkennen. Vor drei Jahren überarbeitete das Land seine eigene Militärstrategie vollständig, um sich auf neue Gegebenheiten vorzubereiten.

Dieser strategische Wandel vollzog sich, während China seine massive Marineflotte rasch ausbaute. Er folgte auch auf Jahre zunehmender politischer Spannungen zwischen den Führungen in Peking und Washington.

Um sich anzupassen, verlagerte das australische Militär seinen primären Fokus. Verteidigungsplaner konzentrieren sich nun stark auf den Schutz der nördlichen Zugänge zum Kontinent.

Ziel ist es, potenzielle Gegner abzuschrecken, lange bevor sie die Küsten des Festlandes erreichen können.

Quellen: AFP, Hong Kong Free Press, Lowy Institute