Startseite Welt Häftlinge enthüllen: Epstein hatte eine beunruhigende Fixierung hinter Gittern

Häftlinge enthüllen: Epstein hatte eine beunruhigende Fixierung hinter Gittern

Häftlinge enthüllen: Epstein hatte eine beunruhigende Fixierung hinter Gittern
Wikimedia Commons

Ein ehemaliger Zellengenosse ertappte Epstein dabei, wie er mit einer Wäscheleine hantierte.

Wenn ein Hochsicherheitsgefängnis einen prominenten Insassen beherbergt, müssen die Wärter jede seiner Bewegungen genau beobachten.

Die Einsätze sind unglaublich hoch. Doch manchmal versagen selbst die engmaschigsten Sicherheitsnetze im Verborgenen.

Jahre nach einem schockierenden Tod in einer New Yorker Zelle zeichnen neue Details ein düsteres Bild jener letzten Tage.

Muster im Gefängnis

Der Tod des in Ungnade gefallenen Finanzmagnaten Jeffrey Epstein fasziniert die Öffentlichkeit weiterhin.

Um genau herauszufinden, was geschah, sprach die New York Times kürzlich mit über 40 Insassen, Gefängnismitarbeitern und Bundesbeamten. Ihr neuer Bericht beleuchtet die beunruhigende Realität innerhalb des Metropolitan Correctional Center in New York.

Laut der von TMZ zitierten Untersuchung zeigte Epstein deutliche Anzeichen eines tödlichen Plans. Er stellte direkte Anfragen zum Bau eines tödlichen Hilfsmittels. Nicholas Tartaglione, ein ehemaliger Zellengenosse, berichtete der Zeitung, dass der wohlhabende Sexualstraftäter ihn plötzlich gefragt habe: „Wie macht man einen Strick?“

Tartaglione behauptete auch, er habe einmal einen tödlichen Strick direkt unter Epsteins Matratze versteckt gefunden. Die Anzeichen extremer Not hörten damit nicht auf. In einer schrecklichen Nacht berichtete der ehemalige Zellengenosse, er habe den Finanzmagnaten völlig regungslos und an einem an ihr Bett gebundenen Strick baumelnd vorgefunden.

Der letzte Abschied

Tartaglione benutzte eine versteckte Rasierklinge, um den Mann herunterzuschneiden. Er begann sofort mit Herz-Lungen-Wiederbelebungsmaßnahmen, um dessen Leben zu retten. Ein anderer ehemaliger Zellengenosse, Efrain Reyes, soll Epstein dabei ertappt haben, wie er mit einer Wäscheleine hantierte. Reyes sagte der Publikation, er habe eine strenge Warnung ausgesprochen und ihm gesagt, er solle sich nicht in ihrer Zelle umbringen.

Nach seinem späteren Suizid fanden Ermittler Berichten zufolge „mehrere Stricke“ verstreut in der Zelle.

Die Beweise waren offensichtlich. Er hinterließ auch handschriftliche Notizen, die auf seine dunklen Absichten hindeuteten. Eine gekritzelte Nachricht lautete: „Es ist ein Genuss, den Zeitpunkt des Abschieds selbst wählen zu können.“

Der in Ungnade gefallene Millionär verstand seine düstere Realität, während er auf die Anklage wegen bundesstaatlichen Sexhandels wartete. Er wusste, dass die Chancen gegen ihn standen. Er soll Reyes gesagt haben, dass er die „Straße nie wieder sehen“ werde und beschrieb das Gefängnisumfeld als „keine Art zu leben“.

Epstein wurde schließlich am 10. August 2019 tot aufgefunden. Wärter entdeckten ihn an einem Stoffstrick hängend, der an seinem Etagenbettrahmen befestigt war.

Die neue Berichterstattung hebt die eklatanten Sicherheitsmängel hervor, die es ihm ermöglichten, sich das Leben zu nehmen, wie von TMZ berichtet.

Quellen: TMZ, The New York Times