Startseite Krieg Lawrow kritisiert den Westen scharf: „Nazi-Tendenzen werden besonders ausgeprägt“

Lawrow kritisiert den Westen scharf: „Nazi-Tendenzen werden besonders ausgeprägt“

Sergey Lavrov
Anatolii Trofimov / Shutterstock.com

Er bringt den angeblichen Aufstieg von Nazi-Tendenzen mit der ukrainischen Führung in Verbindung.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow führte kürzlich Gespräche mit dem türkischen Außenminister Hakan Fidan.

Statt der üblichen diplomatischen Zusammenfassungen entwickelte sich die Pressekonferenz nach dem Treffen schnell zu einem direkten Angriff auf die ukrainische Führung.

Lawrow richtete seine Kritik gegen den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und warf ihm vor, echte Verhandlungen zu vermeiden.

Laut der russischen staatlichen Nachrichtenagentur TASS beschuldigte der russische Minister Selenskyj, die normale Diplomatie zu missachten, und behauptete, er „spiele stattdessen für die Öffentlichkeit“.

Die Kritik konzentrierte sich stark darauf, wie die Ukraine ihre politischen Botschaften verbreitet. Lawrow beschrieb diesen Ansatz als „Megafon-Diplomatie“ und verwies auf jüngste öffentliche Äußerungen. „Er verkündet alles öffentlich, einschließlich der beleidigenden Botschaft, die er kürzlich an Präsident Putin sandte“, sagte Lawrow.

Die tieferliegenden Ursachen

Diese öffentlichen Auseinandersetzungen finden vor dem Hintergrund laufender internationaler Friedensbemühungen statt. Russland würdigt weiterhin die diplomatische Arbeit aus Ankara, doch Moskau vertritt eine strikte Position hinsichtlich möglicher künftiger Friedensabkommen.

Lawrow betonte, dass vorübergehende Lösungen für den Kreml nicht funktionieren werden.

Laut TASS stellte der Minister fest, „dass jede nachhaltige, langfristige und verlässliche Lösung die Beseitigung der Grundursachen der Krise erfordert“.

Doch der russische Außenminister beließ es nicht bei der Kritik an der Ukraine. Er weitete seine Angriffe bald auf westeuropäische Staaten und deren aktuelle militärpolitische Debatten aus.

Westliche Militärbestrebungen

Deutschland bemüht sich angesichts der geopolitischen Lage um eine Stärkung seiner militärischen Fähigkeiten, doch laut Lawrow ist diese Aufrüstung Teil eines umfassenderen Bestrebens westlicher Staaten, als globale Führungsmächte aufzutreten und Entscheidungen für andere zu treffen.

In diesem politischen Umfeld argumentierte der russische Minister, dass gefährliche historische Ideologien auf den Kontinent zurückkehrten.

Er warf europäischen Politikern vor, radikale politische Entwicklungen in Kiew zu ignorieren, während sie diese fälschlicherweise als progressiv darstellten.

Laut Lawrow „werden Nazi-Tendenzen besonders ausgeprägt, weil das Selenskyj-Regime ohne Zögern oder Vorbehalte offen eine Politik der Rehabilitierung von Nazi-Kriegsverbrechern und der Nazi-Ideologie verfolgt. Europa reagiert auf diese konkreten und empörenden Handlungen, einschließlich der Umbettung von Kollaborateuren, die vom Nürnberger Tribunal verurteilt wurden, mit Applaus und der Erklärung, Selenskyj verteidige europäische Werte.“