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Russland sendet eindringliche Warnung an die NATO: „Niemand sollte daran zweifeln“

Maria_Zakharova
Council.gov.ru, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Russland hat eine neue Warnung an die NATO ausgesprochen und erklärt, dass jeder Angriff auf russisches Staatsgebiet eine entschlossene und verheerende Reaktion auslösen würde.

Russlands Außenministerium hat bei einer Pressekonferenz in Moskau am Mittwoch eine scharfe Warnung an die NATO-Staaten ausgesprochen.

Nach Angaben der russischen staatlichen Nachrichtenagentur TASS erklärte die Sprecherin Maria Sacharowa, Moskau werde entschieden reagieren, sollte ein NATO-Mitgliedstaat russisches Territorium angreifen.

Sie sagte: „Ich möchte erneut betonen, dass niemand daran zweifeln sollte, dass unsere Antwort auf die Initiatoren dieses wahnsinnigen Abenteuers entschlossen und zerstörerisch sein wird, falls ein NATO-Staat eine russische Region angreift.“

Konflikt mit dem Westen

Bei der Pressekonferenz ging es nicht ausschließlich um die NATO. Sacharowa übte auch Kritik an der EU, dem Vereinigten Königreich und der Ukraine.

Laut TASS erklärte sie, dass Russlands neue Einreisebestimmungen für EU-Diplomaten eine Reaktion auf die Behandlung russischer Diplomaten in Europa seien.

Gleichzeitig wies Moskau die Aussagen von Kaja Kallas über eine chinesische Beteiligung zurück und bezeichnete die Vorwürfe als unbegründet.

Ukraine im Fokus

Ein weiteres zentrales Thema war die Ukraine. Sacharowa wiederholte russische Behauptungen über von den USA finanzierte biologische Labore in dem Land.

Nach Angaben Sacharowas konzentrierte sich die Forschung auf Krankheiten, die ihrer Ansicht nach in der Region nicht natürlicherweise vorkommen.

Die Pressekonferenz umfasste außerdem Kritik an Kiew, neuen EU-Sanktionen, Moldau, Armenien, dem Vereinigten Königreich sowie der Lage im Nahen Osten.

Moskau erklärt, auf neue Sanktionen reagieren und seine diplomatischen Gegenmaßnahmen aufrechterhalten zu wollen, solange russische Vertreter in Europa weiterhin Einschränkungen unterliegen, berichtet TASS.

Was weiß man über die Labore?

Seit 2005 haben die Vereinigten Staaten im Rahmen des Biological Threat Reduction Program rund 200 Millionen US-Dollar in die Zusammenarbeit mit der Ukraine investiert.

Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums hat das Programm 46 ukrainische Labore, Gesundheitseinrichtungen und Diagnostikzentren unterstützt, die sich auf Biosicherheit, Krankheitsüberwachung und den Umgang mit Infektionskrankheiten konzentrieren.

US-Behörden zufolge befinden sich die Labore in ukrainischem Besitz und sind Teil der Bemühungen, Krankheitsausbrüche bei Menschen und Tieren frühzeitig zu erkennen und einzudämmen.

Das Programm wurde im Rahmen der Bemühungen eingerichtet, die von gefährlichen biologischen Materialien ausgehenden Risiken nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion zu verringern.

Die Sicht der NATO auf ihre Beziehungen zu Russland

Die NATO hat wiederholt Behauptungen zurückgewiesen, wonach das Bündnis eine Bedrohung für Russland darstelle.

Auf ihrer offiziellen Website erklärt die NATO, dass sie keine Konfrontation mit Russland anstrebe, jedoch gemeinsam auf das reagieren werde, was das Bündnis als russische Bedrohungen und feindselige Handlungen bezeichnet.

Gleichzeitig betont die NATO, dass sie ein Verteidigungsbündnis sei, dessen Hauptaufgabe im Schutz des Territoriums und der Sicherheit ihrer Mitgliedstaaten bestehe.

Quellen: TASS, US-Verteidigungsministerium, NATO