Eine Person teilte dem Netzwerk mit, dass Beamte Männer direkt aus öffentlichen Verkehrsmitteln ziehen.
Wenn eine Nation einen langwierigen Konflikt führt, erreicht der Bedarf an frischen Soldaten einen kritischen Punkt. Lokale Gemeinschaften spüren den Druck, da die Behörden aggressive Razzien durchführen. Nun zeigt ein erschreckendes Video, wie viel Wut auf den Straßen brodelt.
Eine schockierende Konfrontation
Ein virales Video in den sozialen Medien enthüllt die brutale Realität der anhaltenden russischen Einberufung. Das Filmmaterial zeigt einen doppelamputierten Veteranen, der heftig mit Rekrutierungsoffizieren aneinandergerät.
Der Mann argumentiert zunächst aus seinem Rollstuhl, bevor er plötzlich aufsteht und ein Messer zückt. Seine heftige Wut richtet er direkt gegen die Beamten.
„Ihr nehmt Kinder von ihren Müttern!“, schreit der wütende Veteran in dem übersetzten Video. Anschließend schleudert er den Rekrutierern eine laute Schimpfkanonade entgegen.
Panik in der Stadt
Dieses angespannte Aufeinandertreffen ereignete sich, als Einberufungsbeamte in Pensa strömten. Die Stadt liegt etwa 560 Kilometer außerhalb von Moskau.
Laut dem russischen Antikriegsnetzwerk Idite Lesom, das vom Express zitiert wird, jagen maskierte Rekrutierer aktiv Zivilisten. Berichten zufolge sollen sie strengen Quoten unterliegen, täglich Hunderte von Menschen einzuziehen.
Die rücksichtslosen Razzien haben bei den Anwohnern Terror ausgelöst. Eine Person teilte dem Netzwerk mit, dass Beamte Männer direkt aus öffentlichen Verkehrsmitteln ziehen, um Militärverträge zu unterzeichnen.
Ein weiterer Zeuge beschrieb die intensive Angst, die die Gemeinschaft ergreift. „Alle rufen sich gegenseitig an und warnen davor, ihre Männer nach draußen gehen zu lassen“, erklärte der Anwohner. Eine Kassiererin warnte sogar einen Kollegen, die Raucherpause ausfallen zu lassen, weil Rekrutierer das Gebäude beobachteten.
Verzweifelte Familien
Die aggressiven Taktiken setzen sich weit über das Stadtzentrum hinaus fort. Andere verstörende Videos, die auf Telegram kursieren, zeigen, wie Männer gegen ihren Willen in Transportern abtransportiert werden.
Laut der Daily Mail zeigt ein Clip weibliche Verwandte, die verzweifelt versuchen, ein Militärfahrzeug zu blockieren. Die Frauen sind in absoluter Panik schreiend zu hören.
„Wir wissen, dass Sie sie schlagen! Verflucht seien Sie!“, rufen die verzweifelten Verwandten den Wachen zu. Sie flehen lautstark um nur fünf Minuten, um sich richtig verabschieden zu können.
Rückstand
Der Kreml sieht sich mit einem massiven Personalmangel konfrontiert, während sich die Kampagne hinzieht. Berichte deuten darauf hin, dass das Militär jeden Monat bis zu 40.000 Soldaten verliert.
Die Rekrutierer kämpfen darum, mit den massiven Verlusten auf dem Schlachtfeld Schritt zu halten. Sie schaffen es nur, etwa 35.000 neue Soldaten im gleichen Zeitraum zu rekrutieren.
Um die Lücke zu schließen, greifen Armeekommandanten zu immer härteren Methoden. Berichten zufolge sollen Beamte ärmere Viertel ins Visier nehmen, um widerwillige Männer in die Militärmaschine zu zwingen.
Quellen: Idite Lesom, Daily Mail, Telegram