Startseite Krieg Schwerer Schlag für Putin, da Russland gezwungen ist, Kraftstoffimporte zu...

Schwerer Schlag für Putin, da Russland gezwungen ist, Kraftstoffimporte zu starten

Vladimir putin
Kremlin.ru, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Beamte geben jeden Monat Milliarden von Dollar aus, um die Kraftstoffpreise künstlich niedrig zu halten.

Der Sommer bedeutet in Russland normalerweise Roadtrips und geschäftige Erntezeiten.

Beide Aktivitäten erfordern massive Mengen an billiger Energie, um eine Wirtschaft reibungslos am Laufen zu halten.

Doch gerade jetzt kämpft einer der größten Energiegiganten der Welt darum, die eigenen Motoren am Laufen zu halten.

Drohnen treffen hart

Seit Jahresbeginn haben ukrainische Streitkräfte Ölraffinerien tief im russischen Territorium angegriffen. Diese wiederholten Drohnenangriffe verursachen schwere Schäden an kritischer Infrastruktur.

Eine große Anlage nahe Moskau erlitt kürzlich zwei schnelle Angriffe. Laut United24 Media lieferte die Anlage zuvor fast die Hälfte des in der Hauptstadtregion benötigten Kraftstoffs. Nun wird sie bis Anfang 2027 außer Betrieb bleiben.

Der Schaden reicht weit über eine einzelne Stadt hinaus. Die Kraftstoffversorgung begann Ende Mai landesweit zu versiegen.

Auf die Bremse treten

Engpässe betreffen derzeit Dutzende von Regionen. Offizielle Beschränkungen für den Kraftstoffverkauf sind in 21 Gebieten aktiv, wobei die Behörden die Verwendung von tragbaren Kanistern verbieten und Fahrer auf nur 20 Liter pro Besuch beschränken.

Die Lage vor Ort könnte weitaus ernster sein. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, das wahre Bild sei schlimmer, und merkte an, dass die Beschränkungen in 60 Regionen gelten.

Um die Autos am Laufen zu halten, hat die Regierung sogar Umweltkraftstoffstandards aufgehoben. Fahrer tanken nun minderwertigeres Benzin in ihre Fahrzeuge, nur um mobil zu bleiben.

Kauf von Nachbarn

Die interne Krise zwingt Moskau, über seine Grenzen hinaus zu blicken. Der Kreml bittet derzeit Kasachstan und Belarus um Notlieferungen von Kraftstoff.

Eine erstaunliche Kehrtwende. Dies ist eine schockierende Veränderung für einen massiven Ölexporteur. Berichte deuten darauf hin, dass sie bald auf noch mehr ausländische Lieferanten angewiesen sein könnten.

Unterdessen geben Beamte jeden Monat Milliarden von Dollar aus, um die Kraftstoffpreise künstlich niedrig zu halten. Der Staat subventioniert die Zapfsäulen stark.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen

Selbst bei hohen Staatsausgaben steigen die Preise jede Woche stetig weiter. Die Dieselkosten steigen unglaublich schnell, genau in dem Moment, in dem Landwirte dringend erschwinglichen Kraftstoff für die wichtige landwirtschaftliche Sommerernte benötigen.

Die Schwarzmarktpreise sind in den am stärksten betroffenen Regionen explodiert. Einige verzweifelte Käufer zahlen das Zwei- oder Dreifache des normalen Preises, um zu tanken.

Die globalen Ölpreise sinken. Aufgrund dieser Verschiebung hat Moskau weitaus weniger Einnahmen zur Finanzierung seiner Operationen. Dennoch müssen sie kostspielige Raffineriereparaturen bezahlen und gleichzeitig eine unglaublich teure Militärkampagne unterstützen.

Quellen: United24 Media