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Putin plant, den Westen durch den Einsatz von Atomwaffen im Weltraum zu blenden

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Alexey Smyshlyaev / Shutterstock.com

Die Zerstörung dieser Satelliten würde das tägliche Leben sofort lahmlegen.

Der moderne Kriegsschauplatz dehnt sich weit über Boden, See und Luft aus. Sicherheits- und Militärexperten schlagen nun Alarm wegen einer potenziellen neuen Kriegsfront, die kilometerweit über unseren Köpfen kreist.

Eine Bedrohung aus dem All

Die Besorgnis über Russlands Ambitionen im Weltraum wächst. Laut Generalmajor Michael Traut vom deutschen Militär, zitiert vom Daily Express, könnte die Regierung von Wladimir Putin eine Technologie entwickeln, die die globale Sicherheit drastisch verändern könnte.

Der mutmaßliche Plan sieht vor, nukleare Sprengsätze in einer niedrigen Erdumlaufbahn zu positionieren. Bei einer Detonation würde eine solche Waffe einen massiven elektromagnetischen Impuls freisetzen, anstatt direkte physische Zerstörung am Boden zu verursachen.

Dieser Impuls würde die Atmosphäre durchqueren und könnte Geräte in einem Radius von rund 1.900 Kilometern über der Erde außer Gefecht setzen. Traut schätzt, dass eine einzige Explosion sofort ein Drittel aller aktiven Satelliten in niedriger Umlaufbahn ausschalten könnte.

Der orbitale Dominoeffekt

Die Zerstörung dieser Satelliten würde das tägliche Leben sofort lahmlegen. Die moderne Gesellschaft ist stark auf orbitale Technologien für grundlegende logistische, wirtschaftliche und Sicherheitsfunktionen angewiesen.

Eine einzige Explosion würde die globalen Kommunikations- und Mobilfunknetze vollständig außer Gefecht setzen. Sie würde auch kommerzielle Flüge durch die Störung globaler Navigationssysteme zum Erliegen bringen.

Darüber hinaus würden Bankensysteme ohne Satellitenverbindungen zur Abwicklung von Transaktionen sofort einfrieren. Militärische Befehlsketten zwischen Verteidigungsposten und Frühwarnsystemen würden ebenfalls unterbrochen.

Die Analystin Juliette Bretan warnt, dass eine Detonation eine verheerende Kettenreaktion im Weltraum auslösen würde. Die anfängliche Explosion würde massive Wolken von Hochgeschwindigkeits-Trümmern erzeugen.

„Dies [die Explosion] würde auch Weltraumschrott verursachen und einen Dominoeffekt weiterer Kollisionen auslösen“, bemerkte Bretan.

Es gibt bereits Anzeichen für aggressives Gebaren im Orbit. Anfang dieses Jahres soll Russland Berichten zufolge eigene Ausrüstung gefährlich nahe an einen finnisch-polnischen Radarsatelliten gebracht haben, der derzeit von ukrainischen Streitkräften genutzt wird.

Experten des Royal United Services Institute vermuten, dass dieses Manöver wahrscheinlich dazu gedacht war, Daten zu stören, Informationen zu sammeln oder Betreiber einzuschüchtern.

Kämpfe am Boden

Während Moskau angeblich nach den Sternen greift, um einen strategischen Vorteil zu erlangen, steht seine terrestrische Militärkampagne weiterhin vor massiven Hürden.

Das russische Militär erlitt Anfang dieses Monats einen schweren Schlag nach einer äußerst erfolgreichen ukrainischen Drohnenkampagne. Die Angriffe zielten auf eine kritische Ölraffinerie von Gazprom Neft südlich von Moskau ab.

Drohnen trafen am 16. Juni eine primäre Destillationseinheit, die für 53 Prozent der Raffineriekapazität verantwortlich ist. Ein Folgeangriff am 18. Juni beschädigte eine moderne Euro+-Einheit und legte die verbleibenden 47 Prozent der Anlagenleistung lahm.

Der Schaden an der Energieinfrastruktur der Hauptstadt ist beträchtlich. Branchenquellen berichten, dass die Anlage mindestens sechs Monate lang umfassende Reparaturen benötigen wird, was bedeutet, dass die Raffinerie voraussichtlich bis Anfang 2027 außer Betrieb bleiben wird.

Quellen: Daily Express, Metro, Royal United Services Institute (RUSI)