Die Joint Task Force hat die neuen Truppen in ihre offizielle Liste der Strafverfolgungsbehörden aufgenommen.
Wenn bewaffnete Soldaten eine Hauptstadt patrouillieren, befürchten die Menschen in der Regel das Schlimmste.
Der aktuelle Truppenaufbau in Washington wirkt wie eine massive Militäroperation. Tatsächlich soll er jedoch bei einer großen Sommerfeier helfen, und eine überraschende neue Gruppe hat sich gerade an den Bemühungen beteiligt.
Eine überraschende Wende
Tausende Soldaten patrouillieren seit Monaten in Washington. Bis vor Kurzem stammten diese Truppen ausschließlich aus republikanischen Bundesstaaten.
Sie waren eingetroffen, um eine umstrittene, von Präsident Donald Trump ins Leben gerufene Bundeseinsatztruppe zu unterstützen.
Diese Dynamik hat sich nun geändert. Laut NPR haben demokratische Gouverneure aus vier Bundesstaaten kürzlich eigene Truppen entsandt.
Verwirrung in den Reihen
Die plötzlichen Ankünfte lösten sofort Verwirrung aus. Demokratische Führer behaupten, sie hätten Personal lediglich zur Bewältigung des Besucherandrangs für die bevorstehenden „America 250“-Feierlichkeiten entsandt.
Bundesbehörden sehen die Dinge anders. Die Joint Task Force hat die neuen Truppen in ihre offizielle Liste der Strafverfolgungsbehörden aufgenommen.
Vertreter der Bundesstaaten wehrten sich umgehend. Bobby Leddy, ein Sprecher des Gouverneurs von Michigan, teilte NPR mit, dass „hier möglicherweise ein Missverständnis vorliegt“.
Er stellte klar, dass die Staatstruppen „lediglich zur Unterstützung einer Vielzahl von Missionen genehmigt wurden, die darauf abzielen, ein sicheres und einladendes Umfeld“ für Touristen zu gewährleisten.
Forderung nach Rückzug
Kentucky stand vor einem ähnlichen Problem. Scottie Ellis, ein Sprecher des Bundesstaates, erklärte, man habe nie zugestimmt, sich Trumps Strafverfolgungsmission anzuschließen.
„Das betreffende Mitglied der Kentucky Guard wurde unter einem anderen Befehl nach D.C. entsandt und dann von der Bundesregierung ohne Wissen oder Zustimmung von Gouverneur Beshear oder der Kentucky Guard der Einsatzgruppe zugewiesen“, schrieb Ellis.
Der Bundesstaat stellte ein Ultimatum. „Es wurde beantragt, das Mitglied der Kentucky Guard wieder seiner ursprünglichen Entsendung zuzuweisen, und sollte dies nicht geschehen, wird es zurückgerufen und nach Kentucky zurückkehren“, fügte Ellis hinzu.
Unmöglich zu trennen
Auf Nachfrage erklärte die Joint Task Force, sie „kommentiere keine spezifischen Mobilisierungsbefehle der Regierung“, bestätigte jedoch, dass sie alle Gardemitglieder in der Stadt beaufsichtige.
Rechtsexperten halten dies für alarmierend. Beau Tremitiere von der gemeinnützigen Organisation Protect Democracy ist der Ansicht, dass die Trennung der Feierlichkeiten von der laufenden Bundesmission eine reine Illusion sei.
„Es ist praktisch unmöglich, jegliche Befehle und Operationen im Zusammenhang mit „America 250“ von der umfassenderen, laufenden D.C.-Operation und allem, was die Joint Task Force täglich tut, zu entflechten“, warnte Tremitiere.
Quellen: NPR