Trump wollte das Weiße Haus feiern – stattdessen löste er weitreichenden Spott aus.
Donald Trump hat einen riesigen goldenen Adler für das Weiße Haus enthüllt, doch die Dekoration hat bereits Spott ausgelöst, aus Gründen, die wenig mit dem Vogel selbst zu tun haben.
Der Präsident beschrieb die neue Balkonverzierung als „Ein goldenes Geschenk an das Weiße Haus zu seinem 250. Geburtstag!“ – eine Aussage, die Kritiker schnell aufgriffen und darauf hinwiesen, dass das Weiße Haus nicht 250 Jahre alt sei.
Geburtstagsbehauptung des Weißen Hauses erregt Aufmerksamkeit
Der goldene Adler soll auf dem Balkon des Weißen Hauses mit Blick auf den South Lawn montiert werden. Laut der beigefügten Beschreibung habe die Dekoration eine Flügelspannweite von etwa 2,1 bis 2,4 Metern und scheine ein Wappen zu umklammern, das von elf Sternen umgeben sei.
Trump präsentierte die Ergänzung als Teil einer 250-jährigen Geburtstagsfeier für das Weiße Haus.
Die Geschichte kompliziert diese Behauptung jedoch.
Das Weiße Haus wurde 1814 von britischen Truppen niedergebrannt und später wiederaufgebaut, wobei das Gebäude 1817 fertiggestellt und weiß gestrichen wurde. Viele Historiker betrachten 1817 als das eigentliche Geburtsjahr des Gebäudes, wodurch es 209 Jahre alt wäre – und nicht 250.
Kritiker nennen Dekoration „geschmacklos“
Die Reaktion online war schnell, wobei mehrere Kritiker sowohl das Design als auch den historischen Fehler verspotteten.
Der Journalist Aaron Rupar teilte Trumps Truth-Social-Beitrag und beschrieb die Dekoration als „geschmacklos und faschistisch“.
Ein anderer Nutzer brachte die Verzierung mit der allgemeinen Frustration über die Haushaltskosten in Verbindung und schrieb: „Wir können uns keine Miete oder Lebensmittel leisten.“
Wut über Lebenshaltungskosten befeuert Kritik
Die Kritik kommt zu einer Zeit, in der viele Amerikaner mit höheren Alltagskosten konfrontiert sind, die mit dem anhaltenden Krieg mit dem Iran zusammenhängen.
Laut einer in den bereitgestellten Materialien zitierten Wirtschaftsanalyse schätzt Mark Zandi, Chefökonom von Moody’s Analytics, dass der Konflikt den typischen amerikanischen Haushalt seit Ende Februar rund 1.000 US-Dollar an zusätzlichen Ausgaben gekostet habe.
Höhere Benzinpreise seien die größte Belastung gewesen, wobei Amerikaner Berichten zufolge Hunderte von Dollar mehr für das Tanken ihrer Fahrzeuge bezahlen. Gestiegene Dieselpreise hätten auch die Kosten für den Warentransport in die Höhe getrieben und so zu teureren Lebensmitteln beigetragen.
Die Analyse weist auch auf höhere Flugkosten, erhöhte Zinssätze und Steuerzahler-Ausgaben für Militäroperationen hin.
Zandi sagte, die USA gäben täglich etwa 50 Millionen US-Dollar für die Kriegsanstrengungen aus, während andere Schätzungen in den Materialien die gesamten Betriebskosten weitaus höher ansetzten.
„Meine Schätzung, dass der Iran-Krieg den typischen amerikanischen Haushalt 1.000 US-Dollar und mehr gekostet hat, ist, wenn überhaupt, konservativ“, schrieb Zandi. „Die wahren Kosten sind wahrscheinlich höher – deutlich höher.“
Die USA und der Iran haben noch kein dauerhaftes Friedensabkommen erzielt, und jüngste militärische Auseinandersetzungen haben den Druck auf einen ohnehin fragilen Waffenstillstand erhöht.