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Wo alles begann: Die Ursprünge von Ebola, während sich ein neuer Ausbruch entfaltet

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Ärzte begegneten der Krankheit erstmals in Kliniken, in denen gewöhnliche medizinische Instrumente zur Gefahr werden konnten. Jahrzehnte später stellt dieselbe Bedrohung Krankenhäuser, medizinisches Personal und das Vertrauen der Öffentlichkeit noch immer auf die Probe.

1976 begannen Patienten in Zentralafrika mit Fieber, Erbrechen, Durchfall und in schweren Fällen Blutungen medizinische Hilfe zu suchen – Symptome, die nicht zu den zunächst vermuteten Diagnosen passten.

Die WHO identifiziert die ersten dokumentierten Ebola-Ausbrüche als zwei nahezu zeitgleiche Ereignisse in Nzara, dem heutigen Südsudan, und Yambuku, der heutigen Demokratischen Republik Kongo.

Yambuku lag in der Nähe des Ebola-Flusses, der der Krankheit später ihren Namen gab. Nach Angaben der CDC ist Ebola seitdem immer wieder aufgetreten, nachdem das Virus von einem unbekannten tierischen Wirt auf den Menschen übergesprungen war und sich anschließend durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten von Mensch zu Mensch verbreitete.

Im Missionskrankenhaus von Yambuku arbeitete das medizinische Personal mit begrenzten Ressourcen. Laut Historienet wurden Nadeln mehrfach verwendet, wodurch Behandlungen selbst zu einem Übertragungsweg wurden und das Virus zwischen Patienten weitergegeben wurde.

Infektionskontrolle wurde zur wichtigsten Lehre

Diese Erfahrungen im Krankenhaus prägten die späteren Maßnahmen zur Bekämpfung von Ebola. Die Richtlinien der WHO betonen heute Isolation, Schutzausrüstung, sichere Injektionen, Kontaktverfolgung und sicherere Bestattungen, da Übertragungen häufig bei der Versorgung erkrankter Patienten oder nach deren Tod erfolgen.

Forscher wissen bis heute nicht, welches natürliche Reservoir das Virus genau hat. Britannica weist darauf hin, dass mehrere Ebolavirus-Arten identifiziert wurden und unterschiedliche Arten Ausbrüche mit unterschiedlichen Sterblichkeitsraten verursacht haben.

Eine Theorie reicht deutlich weiter in die Vergangenheit zurück. Powel Kazanjian, Professor für Medizin und Geschichte an der University of Michigan, vertritt in einer veröffentlichten Studie die Auffassung, dass die Pest von Athen im Jahr 430 v. Chr. Ebola gewesen sein könnte. Diese Hypothese bleibt jedoch spekulativ; die dokumentierte Geschichte von Ebola beginnt erst im Jahr 1976.

Der jüngste Ausbruch hält die Warnung lebendig

Später verursachte Ebola mehrere große Gesundheitskrisen, darunter die Epidemie in Westafrika von 2014 bis 2016 sowie den Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo, der 2018 begann. Diese Krisen zeigten, dass die Eindämmung nicht allein von medizinischen Maßnahmen abhängt, sondern auch von Sicherheit, Kommunikation und dem Vertrauen der Bevölkerung in die Einsatzkräfte.

Im Mai 2026 bestätigten die Gesundheitsbehörden einen Ausbruch des Bundibugyo-Virus in der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda. Nach Angaben der WHO gibt es gegen diese Virusart weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine spezifische Behandlung, auch wenn unterstützende medizinische Versorgung die Überlebenschancen verbessern kann und mögliche Gegenmaßnahmen weiter erforscht werden.

Am 17. Mai 2026 erklärte die WHO den Ausbruch zu einer gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite. Die CDC bezeichnete ihn später als den bis zum 22. Juni drittgrößten registrierten Ebola-Ausbruch.

Quellen: Historienet; Britannica; CDC; WHO; Powel Kazanjian – Ebola in Antiquity?