Startseite Nachrichten Blutgeld und Alltagsgeschäft: Der milliardenschwere Handel, der Israels Kriegsmaschinerie finanziert

Blutgeld und Alltagsgeschäft: Der milliardenschwere Handel, der Israels Kriegsmaschinerie finanziert

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Trotz öffentlicher Verurteilung des Gaza-Krieges haben öffentliche Institutionen der EU Verträge im Wert von fast 2,7 Milliarden Euro mit israelischen Militär- und Technologiefirmen unterzeichnet, was Vorwürfe tiefer politischer Heuchelei anheizt.

Öffentliche Institutionen der Europäischen Union pumpen trotz weltweit zunehmender Vorwürfe von Kriegsverbrechen still und leise Milliarden von Euro in israelische Verteidigungs- und Technologieunternehmen.

Durchgesickerte Vergabe-Daten enthüllen ein eklatantes Paradoxon zwischen der öffentlichen Verurteilung des Gaza-Konflikts durch Europa und seinen privaten Finanztransaktionen.

Einem investigativen Bericht von Al Jazeera zufolge unterzeichneten europäische Regierungen 194 lukrative Verträge im Wert von fast 2,7 Milliarden Euro mit israelischen Firmen.

Das Volumen dieser umstrittenen Transaktionen beschleunigte sich sogar noch, als sich die humanitäre Krise in Palästina verschlimmerte. In den Monaten nach Oktober 2023 unterzeichneten EU-Stellen 112 neue Verträge im Wert von 1,6 Milliarden Euro.

Rechtswissenschaftler argumentieren, dass dieser nachsichtige Ansatz gegen verbindliche internationale Urteile zur staatlichen Mitschuld an rechtswidrigen Besatzungen verstößt. Dennoch kaufen europäische Behörden weiterhin routinemäßig fortschrittliche Waffensysteme, Cybersicherheitssoftware und Präzisionsdrohnentechnologie.

Aufrüstung des Staates hinter einer diplomatischen Fassade

Die Finanzdaten offenbaren eine tiefe politische Heuchelei in mehreren westeuropäischen Nationen, die sich öffentlich für die palästinensischen Menschenrechte einsetzen.

Spanien gehört zu den lautesten Kritikern der israelischen Militärkampagne im eigenen Land. Dennoch sicherte sich das spanische Verteidigungsministerium insgeheim einen massiven Vertrag über 207 Millionen Euro für fortschrittliche Luftkampfsysteme. Die spanische Nationalpolizei kaufte zudem spezialisierte taktische Ausrüstung von israelischen Sicherheitsherstellern.

Ungarn, das nach wie vor der engste ideologische Verbündete Israels innerhalb des europäischen Blocks ist, verzeichnete das größte Handelsvolumen. Budapest allein unterzeichnete 42 separate öffentliche Verträge im Wert von fast 603 Millionen Euro für Präzisionstechnik.

Auch Deutschland unterstützte den israelischen Technologiesektor stark und unterzeichnete 37 separate Verträge über militärische Ausrüstung. Viele dieser deutschen Transaktionen wiesen bewusst verschleierte Werte von nur einem Euro-Cent auf, um sich der Überprüfung zu entziehen.

Prominente europäische Universitäten und öffentliche Infrastrukturanbieter sind ebenfalls tief in diese lukrativen Lieferketten verstrickt. Akademische Einrichtungen in Madrid und Belgien schleusen Hunderttausende von Euro in israelische Quantencomputing- und Genetiksoftware.

Unterdessen sehen sich die nationalen Ministerien heftigem Gegenwind von Menschenrechtsgruppen wie Amnesty International ausgesetzt. Die Beobachter fordern die sofortige Aussetzung des Assoziierungsabkommens zwischen der EU und Israel wegen systematischer Menschenrechtsverletzungen.