Startseite Krieg Putins Verbündeter ruft Bürger auf, nicht nach Russland zu reisen

Putins Verbündeter ruft Bürger auf, nicht nach Russland zu reisen

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Angesichts der anhaltenden ukrainischen Drohnenangriffe ist es einfach zu riskant.

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Reisewarnungen richten sich oft an ferne, instabile Nationen, doch Regierungsvertreter in Belarus fordern ihre Bürger nun auf, sich von ihrem engsten Verbündeten, Russland, fernzuhalten.

Laut der belarussischen Staatsnachrichtenagentur BELTA gab Sicherheitschef Alexander Wolfowitsch die dringende Warnung nach einer Explosion auf einer beliebten Reiseroute heraus.

Die Warnung erfolgte, nachdem Moskau behauptet hatte, eine ukrainische Drohne habe einen zivilen Bus auf der Route Minsk–Anapa getroffen. Der Vorfall ereignete sich in der russischen Region Brjansk.

Nun seien die Risiken einfach zu hoch.

„Ich habe Sie gewarnt, der Präsident hat sich wiederholt geäußert und gesagt: ‚Liebe Belarussen, sehen Sie heute von Reisen nach Russland ab, insbesondere in die Grenzregionen‘“, sagte Wolfowitsch laut BELTA.

Gefahr vom Himmel

Die Grenze bleibe offen, doch die belarussische Regierung könne für niemandes Sicherheit garantieren.

„Dort stürzen täglich Drohnen ab. Solche schwerwiegenden Vorfälle ereignen sich. Wir haben die Grenze nicht geschlossen; jeder entscheidet selbst, ob er fährt oder nicht“, fügte Wolfowitsch hinzu.

Der Vorfall sorgte schnell für Verwirrung. Der lokale Staatsfernsehsender ONT deutete zunächst an, der Bus sei versehentlich getroffen worden, löschte diesen Bericht jedoch später. Unterdessen stellte das unabhängige Medium Zerkalo erhebliche Unterschiede zwischen den Darstellungen aus Minsk und Moskau fest.

Der russische Botschafter Boris Gryslow bezeichnete den Vorfall als geplanten Angriff der Ukraine. Kiew weist diese Behauptung jedoch entschieden zurück. Major Andrij Kowaljow erklärte gegenüber Interfax-Ukraine, die russischen Anschuldigungen seien eine bewusste Provokation, die von Russlands eigenen Angriffen auf Zivilisten ablenken solle.

Mauern errichten

Dieser verbale Schlagabtausch ereignet sich, während die Ukraine ihre Grenzen massiv ausbaut. Es ist ein massives Projekt. Seit 2022 haben Teams in der Region Tschernihiw Panzergräben, Stacheldraht und Betonbarrieren, bekannt als Drachenzähne, installiert.

Ein lokaler Grenzkommandant, bekannt als Nissan, sagte, dass ihre Verteidigungsstrukturen um 500 Prozent erweitert worden seien. Es sei ein gewaltiger Kraftakt. Dennoch melden Militärvertreter keine Anzeichen eines bevorstehenden Angriffs. Beide Länder beobachten sich lediglich genau.