Putin weigert sich, seine langjährige Verbindung zu Trump aufzugeben.
Politische Führer unternehmen oft große Anstrengungen, um in Krisenzeiten Stärke zu demonstrieren.
Manchmal führt der Wunsch, Härte zu zeigen, zu einem aufwendig inszenierten Spektakel, das für ein bestimmtes Publikum konzipiert ist. Doch dem Internet entgeht selten eine Fälschung.
Eine verdächtige Szene
Wladimir Putin veröffentlichte kürzlich ein neues Video. Die Aufnahmen sollen den russischen Staatschef beim Besuch eines militärischen Kommandozentrums an der Front zeigen. Er trug eine vollständige Militäruniform, während er einen kurzen Korridor entlangmarschierte, um seine Generäle zu treffen.
Die offizielle Kreml-Darstellung bezeichnet den Clip als echten Ausdruck der Unterstützung für die aktiven Truppen. Laut dem Daily Express waren sich die Nutzer sozialer Medien jedoch völlig uneinig. Kritiker auf der Plattform X begannen sofort, das Filmmaterial auseinanderzunehmen.
Zuschauer bemerkten, dass der Raum verdächtig perfekte Beleuchtung und eine völlig klare Tonqualität aufwies. Laut einem Beobachter sähen „Bodenbelag, Beleuchtung und Akustik alle wie die eines Studios aus“ anstatt wie die eines rauen unterirdischen Bunkers.
Ein weiterer lautstarker Kritiker beschrieb das gesamte Spektakel als „zutiefst peinliches“ Stück Staatspropaganda. Die Gegenreaktion war schnell und schonungslos. „Ich frage mich, wie oft sie es geprobt haben?“, fragte ein anderer Nutzer online.
Um amerikanische Gunst werben
Dieser seltsame Stunt ereignet sich zu einem sehr spezifischen Zeitpunkt. Putin versucht Berichten zufolge, nach einigen überraschenden Kommentaren die Aufmerksamkeit von Donald Trump zurückzugewinnen. Laut dem Daily Express lobte der amerikanische Präsident kürzlich den ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj auf seltene und prominente Weise.
Dieses unerwartete Kompliment beunruhigte Moskau. Während einer Pressekonferenz im letzten Monat hob Trump den Mut der ukrainischen Kämpfer hervor. „Er behauptet sich zumindest“, sagte er den versammelten Reportern.
Nun drängt der Kreml vehement darauf, amerikanische Verhandlungsführer an den Tisch zurückzuholen, bevor sich die Lage verschlechtert. Die New York Times berichtete, dass russische Beamte derzeit „verzweifelt darauf warten“, dass die nächste Runde internationaler Friedensgespräche beginnt. Sie brauchen Washingtons Beteiligung.
Schmeichelei aus der Ferne
Putin weigert sich, seine langjährige Verbindung zu Trump aufzugeben. Als ein Reporter fragte, ob der amerikanische Staatschef die Seiten gewechselt habe, wies der russische Präsident die Idee gänzlich zurück. Er bestand darauf, dass ein solcher Kurswechsel für einen reifen Politiker schlicht „nicht möglich“ sei.
Um die Wogen zu glätten, sandte der Kreml-Chef einen personalisierten Feiertagsgruß über den Ozean. Er veröffentlichte am vierten Juli eine öffentliche Nachricht, die direkt an sein amerikanisches Gegenstück gerichtet war. Die Notiz war überraschend herzlich.
„Ich wünsche Ihnen, Donald, und Ihren Lieben Gesundheit, Wohlergehen und Erfolg“, schrieb Putin. Er beendete die Notiz, indem er allen amerikanischen Bürgern Glück und Wohlstand wünschte, während sein eigener Krieg andauert.
Quellen: Daily Express, X, The New York Times, Der Kreml