Laut Ministerium umfasst die bevorstehende Phase eine größere Reichweite.
Globale Allianzen verschieben sich leise unter der Oberfläche der alltäglichen Nachrichten.
Zwei massive Militärmächte testen regelmäßig ihre vereinte Stärke weit draußen auf dem Wasser. Nun ist die Bühne bereitet für eine weitere große Demonstration maritimer Koordination.
Nachbarn zur See
China und Russland bereiten sich darauf vor, im Juli dieses Jahres gemeinsame Marineübungen nahe der chinesischen Küste durchzuführen.
Die bevorstehenden Übungen finden nahe der Stadt Qingdao statt. Diese dient als wichtiger Marinehafen in Ostchina.
Die Nachrichtenagenturen 20 Minutes und AFP berichteten, dass sich alle teilnehmenden Seestreitkräfte bereits dort versammelt haben.
Im Anschluss an die ersten Übungen planen die beiden Nationen, in den offenen Ozean vorzustoßen. Eine gemeinsame Patrouille wird in einem nicht näher bezeichneten Teil des Pazifiks stattfinden.
Vorbereitung der Flotten
Das chinesische Verteidigungsministerium veröffentlichte eine Erklärung, in der es seine spezifischen Operationen darlegte.
Sie planen Übungen, die sich auf Aufklärung, Luftverteidigung und Raketenabwehr konzentrieren. Oberflächenangriffsübungen stehen ebenfalls auf der offiziellen Agenda.
Laut Ministerium umfasst die bevorstehende Phase eine größere Reichweite. „Im Anschluss an diese gemeinsame Übung werden Streitkräfte beider Länder an einer gemeinsamen Seepatrouille in einem maritimen Gebiet des Pazifiks teilnehmen“, hieß es in der Pressemitteilung.
Das Ministerium fügte hinzu, dass diese Bemühung darauf abziele, „gemeinsam Sicherheitsherausforderungen zu begegnen und Frieden und Stabilität in der Region zu wahren“.
Eine sich vertiefende Freundschaft
Diese militärischen Aktionen entfalten sich vor dem Hintergrund tiefen globalen Misstrauens. Westliche Hauptstädte beobachten die wachsende Bindung zwischen Moskau und Peking genau.
China hat den andauernden Krieg in der Ukraine nicht formell verurteilt. Stattdessen fordert die Nation weiterhin Friedensgespräche, während sie trotz internationalen Drucks starke Wirtschaftsbeziehungen zu Russland aufrechterhält.
Erst vor zwei Monaten besuchte der russische Präsident Wladimir Putin China. Während dieser Reise bezeichnete der russische Staatschef den aktuellen Zustand ihres Bündnisses als „beispiellos“.
Der chinesische Staatschef Xi Jinping schloss sich dieser Einschätzung an. Er beschrieb die Bindung zwischen ihren Nationen als „unerschütterlich“.
Jahre der Praxis
Dieses Ausmaß an militärischer Zusammenarbeit ist für die beiden Länder nichts Neues. Die „Joint Sea“-Manöver finden seit 2012 jährlich statt.
Letztes Jahr übten die Flotten gemeinsam nahe der ostsibirischen Stadt Wladiwostok.
Laut AFP bleibt der andauernde Konflikt in der Ukraine ein massiver Spannungspunkt für westliche Länder. Doch der russische Präsident beharrt auf einer anderen Darstellung.
Wie von 20 Minutes berichtet, behauptete der russische Staatschef, der Konflikt „sei nicht durch einen Angriff Russlands ausgelöst worden“.
Quellen: 20 Minutes, AFP